Der Völkermord an Falun Gong in China wird praktisch ignoriert

21-07-2018 17:36:27 Autor:   James Burke Kategorien:   Menschenrechte , China , Gesellschaft , Menschenrechte

Falun Gong beinhaltet die Praxis der drei Grundprinzipien Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht. (Bild: via youtube.com)

Von Bangkok bis nach Washington D.C. wurden in dieser Woche Veranstaltungen abgehalten und an die fast zwei Jahrzehnte andauernde Verfolgung erinnert, die Falun Gong-Praktizierende in China erlitten haben.

Die meisten dieser einfachen Erinnerungsakte, die um den 20. Juli herum abgehalten werden, bekommen in der Regel nur wenig mediale Aufmerksamkeit, ähnlich wie die Verfolgung selbst - ein Phänomen, das Gefühle wiederspiegelt, die von einer Gruppe von Autoren in einem “internationalen Journal: Völkermord-Studien und Verhinderung” im letzten Monat veröffentlicht wurden.

„Falun Gong ist eine spirituelle Praxis, die seit 1999 zur Zielscheibe der Ausrottung durch das chinesische Regime wurde“, heißt es in dem Artikel von Maria Cheung (Universität Manitoba), Torsten Trey (Ärzte gegen Organraub), David Matas (Menschenrechtsanwalt von der Universität von Manitoba) und Richard An (Rechtsexperte).

„Im Vergleich zu den dokumentierten Fällen von Völkermord fällt der Genozid an Falun Gong als anomal aus, weil er praktisch ignoriert wird“, schrieben sie.

Was ist Falun Gong? Es ist eine Kultivierungsschule für Körper und Geist, bei der der Mensch sich selber nach den Kriterien der Wahrhaftigkeit, Barmherzigkeit und Nachsicht kontrolliert, sich so zu einem guten Menschen entwickelt und seinen Körper anhand der 5 Übungen stählt. 

 

Eine Parade am 20. Juli in Japan zum Gedenken an Falun Dafa (Falun Gong) Praktizierende, die zu Tode verfolgt wurden. (Vision Times Mitarbeiter)

 

Die Verfolgung von Falun Gong wurde am 20. Juli 1999 vom damaligen kommunistischen Führer Jiang Zemin in Gang gesetzt. 

Der Artikel beschrieb, dass die „moralischen Prinzipien von Falun Gong, die spirituellen Lehren und die positiven Auswirkungen auf die Gesundheit der Falun Gong-Praktizierenden die chinesische Bevölkerung ansprachen. Als Mitte der 1990er Jahre die Kommunistische Partei Chinas (KPCh) feststellte, dass 70 Millionen chinesische Bürger Falun Gong praktizierten, änderte sich die Haltung der Partei und des Staates gegenüber der Falun Gong-Praxis. Die Partei begann, Falun Gong-Praktizierende zu drangsalieren, was zur Niederschlagung führte.“ 

Unter der Aufsicht einer Gestapo-ähnlichen Organisation, bekannt als "Büro 610", war die Verfolgung brutal.

„Falun Gong-Praktizierende wurden einer Vielzahl von Foltermethoden ausgesetzt, darunter Gehirnwäsche, Zwangsarbeit, Schlafentzug, sexuelle Gewalt, psychiatrische und andere medizinische Experimente sowie erzwungene Organentnahmen“, so der Artikel.

Der Artikel fuhr fort, Details über glaubwürdige Berichte über den Organraub in China zu liefern, die erstmals 2006 ans Licht kamen.

„Das gezielte Vorgehen des chinesischen kommunistischen Regimes gegen Falun Gong-Praktizierende für den Organraub im industriellen Maßstab zeugt von der Absicht, Falun Gong-Praktizierende in großer Zahl zu töten. Dies ist eine Absicht, Falun Gong ganz oder teilweise zu zerstören“, heißt es in dem Artikel.

„Nach mehr als einem Jahrzehnt der Verfolgung wurde der Akt des Organraubs - eine außerordentliche Grausamkeit - institutionalisiert und als Gesundheitspolitik normalisiert.“

Der neueste Bericht blutige Ernte / die Schlachtung, neue Fassung (Bloody Harvest / The Slaughter: An Update), der 2016 veröffentlicht wurde, sagte, dass schätzungsweise 60.000 bis 100.000 Transplantationen pro Jahr in China durchgeführt werden. Das Hauptziel der Organentnahme, um Transplantate zu liefern, sind die Falun Gong-Praktizierenden.

 

Ein Gemälde aus der internationalen Ausstellung "Kunst von Zhen, Shan, Ren (Wahrheit, Mitgefühl, Toleranz)" zeigt den Organraub an einem Falun Gong-Praktizierenden in China.

 

Kalter Genozid

Im Gegensatz zu einem "heißen" Genozid, der mit einer kurzen, wütenden Intensität auftritt, deuteten die Autoren an, wurde bei Falun Gong eine Art "kalter" Genozid durchgeführt, und zitierten andere Akademiker, die den kalten Genozid als "Zeitlupen-Genozid oder Genozid durch Zermürbung" bezeichnen. 

„Im Unterschied zu einem heißen Genozid, der die sofortige Entfesselung des gewaltsamen Todes hervorhebt, erkennt ein kalter Genozid subtilere Formen struktureller Gewalt, die schließlich zur Vernichtung der Zielgruppe führen“, ist in dem Artikel zu lesen.

„Die Handlungen wie ideologische Bekehrung, Propaganda und Dämonisierung sind nicht unabhängig vom physischen Genozid, sondern Teil des gleichen Projekts zur Vernichtung von Falun Gong, das eine gründliche Beseitigung der Praktik und ihrer Praktizierenden anstrebt“, heißt es in Bezug auf die massive Propagandakampagne gegen Falun Gong, die die Verfolgung vorantrieb.

Schauen Sie sich die unzensierte Episode über eine der Propaganda-Bemühungen gegen Falun Gong an:

 

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„Die Gesellschaft, in der ein kalter Genozid stattfindet, normalisiert den Genozid oft. In früheren Ausrottungskampagnen des chinesischen kommunistischen Regimes haben die Täter große Anstrengungen unternommen, um ihre Grausamkeiten zu normalisieren, indem sie die chinesische Bevölkerung mit Gewaltphilosophien gegen die designierten Staatsfeinde oder Konterrevolutionäre impften,“ beschreibt der Artikel.

„Diese Techniken der Normalisierung werden im heutigen Völkermord an Falun Gong ebenfalls beobachtet.“

Abschließend machte der Artikel einen Aufruf zum Handeln.

„Die Ausrottungskampagne gegen Falun Gong besteht seit 19 Jahren, mit wenig Widerstand außerhalb der Falun Gong-Gemeinschaft“,

hieß es. „Es ist höchste Zeit für die internationale Gemeinschaft bei dieser Ausrottungskampagne Stellung zu beziehen und Schritte zu unternehmen, um den Missbrauch zu beenden.“

 

Übersetzt aus dem Englischen von maria : betke

http://www.visiontimes.com/2018/07/20/genocide-of-falun-gong-in-china-virtually-ignored.html

 

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