Der Zusammenhang zwischen der verarbeiteten Nahrung und der Alzheimer-Krankheit

03-06-2018 16:26:49 Autor:   David Clapp Kategorien:   Entdeckungen , Wissenschaft , Ernährung , Gesundheit

Die Alzheimer Krankheit nimmt stetig zu (Bild von maria : betke)

Demenz verfolgt ganze Kontinente. Es gibt in unseren Breiten so gut wie niemanden ohne eine persönliche Geschichte darüber, wie die Demenz unsere Verwandten, unseren Nachbarn oder Bekannten befallen hat. Laut der Deutschen Alzheimer Gesellschaft e.V. gibt es in Deutschland etwa 1,6 Millionen Menschen mit einer Demenzerkrankung (Stand: 2016), wobei jedes Jahr zwischen 120.000 und 160.000 Neu-Erkrankte hinzukommen. 

Es ist eine Epidemie, die bereits im Gange ist - und jeder fürchtet sich davor, weil die Demenz mit der normalen Vergesslichkeit einhergeht. Die Letztere wäre zwar kein Grund zur Sorge, aber die Demenz beginnt in der ersten Stufe mit einer leichten Vergesslichkeit und einem Nachlassen der geistigen Fähigkeiten. Deshalb scheint die Trennung zu der normalen Vergesslichkeit nicht eindeutig zu sein.

Die allgemeine Vorstellung von Alzheimer ist ein unvermeidliches Ergebnis des Alterungsprozesses, schlechter Gene oder beides. So ähnlich dachten wir auch bei Krebs. Jedoch haben jüngste Forschungen einen Zusammenhang zwischen Krebs und verarbeiteten Lebensmitteln hergestellt.

In einer großangelegten Studie fanden Forscher heraus, dass ein 10 prozentiger Anstieg des Konsums von ultra-verarbeiteten Lebensmitteln zu einem Anstieg der Gesamtkrebsfällen um 12 Prozent führte.

 

Diese Erkenntnis, die sich auch mit denen von anderen Untersuchungen deckt, betonen, wie Veränderungen im Lebensstil den Beginn einer Krankheit verzögern oder sogar unterbinden können.

Viele Süßigkeiten und Snacks gehören zu den ultra-verarbeiteten Lebensmitteln.  (Bild von maria : betke)

 

In einer Zeit der geschwächten Genomik gibt es ein allgemeines und anhaltendes Gefühl, wie beim Krebs, dass Alzheimer hauptsächlich ein genetisches Ergebnis sei. Aber in Wirklichkeit entwickelt sich die Demenzkrankheit wegen der genetischen Mutationen in der DNA in weniger als 1 Prozent der Bevölkerung. Um es klar zu sagen, die große Mehrheit der Alzheimer-Patienten wird einfach nicht mit diesen Mutationen geboren.


Bei Alzheimer, wie bei Krebs und auch bei anderen Erkrankungen z.Bsp. Herzerkrankungen, Diabetes, ist ein Großteil des Risikos auf Verhaltens- und Lebensstilfaktoren zurückzuführen. Der Konsens unter den Wissenschaftlern ist, dass ein Drittel aller Alzheimerfälle durch die Verbesserung unserer Lebensstile verhindert werden kann. Dazu gehören die Fitness des Herz-Kreislaufs-Systems, die intellektuelle Stimulation unseres Gehirns und wahrscheinlich das Wichtigste vor allem: besser essen.

Was bedeutet besser essen? Die ultra-verarbeitete Nahrung ist ein technischer Begriff und wird in einem Spektrum der Lebensmittelverarbeitung hergestellt. Ein Apfel direkt vom Baum ist völlig unbearbeitet. Trocknet man den Apfel und behandelt ihn mit gebräuchlichen Konservierungsmitteln, wie Schwefeldioxid, wird er zu einem verarbeiteten Lebensmittel.

 

Übersetzt aus dem Englischen sowie entsprechende Abänderungen von maria : betke

http://www.visiontimes.com/2018/05/26/the-link-between-processed-food-and-alzheimers-disease.html