Eine neue Betrugsmethode über soziale Medien

11-05-2018 15:53:43 Autor:   Zheng Wen Hua Kategorien:   Wirtschaft

Eine Kiste voll Geld sorgt für Misstrauen. (Bild: https://pixabay.com/en/chest-luggage-send-mail-go-away-1649299/ und https://pixabay.com/en/service/terms/#usage )

Die Verfasserin, aus Bayreuth, hatte über Facebook einen großen Sponsor, der angeblich als ein amerikanischer General viel Geld verdient, kennengelernt. Er zeigte sich sehr großzügig und erzählte ihr, dass sie von ihm 400.000 Dollar Spende für ein unternehmerisches Vorhaben in Kürze erhalten würde. Das viele Geld käme in einer Kiste per Express mittels einem Paketzustelldienst. Der Sponsor habe laut Frachtrechnung bereits 7.500 Dollar für den Transport gezahlt. Sie dürfe darüber mit niemanden sprechen und diese Angelegenheit vertraulich behandeln. 

So ein Maulkorb klingt zwar störend, aber der Batzen fühlte sich an, als ob ein großer Pfannkuchen vom Himmel fallen würde. Schnell purzelten so viele Ideen, was man damit anstellen könne. Nach langem Abwägen, was interessant und sinnvoll wäre, fiel die Entscheidung auf den Bau eines besonderen Theaters. Allerdings kam bei der Recherche über dessen Anschaffungskosten ein Betrag von schätzungsweise 100 Millionen Euro zusammen, weswegen man sich folglich einer unermüdlichen Aufgabe gegenübersah, weitere großzügige Sponsoren ins Land zu rufen. 

 

Die Betrugsmasche

Als nun die Kiste mit dem Geld ankommen sollte, verlangte die Paketfirma unerwartet von der Empfängerin, die in Bayreuth wohnt, dass die Kiste von ihr am Flughafen Nürnberg gegen zusätzlichen Gebühren in Höhe von 2.900 Dollar entgegengenommen werden könne. Lag es nun am Geld-Mangel der Verfasserin, an der kaufmännischen Verhandlungstaktik oder an der vernünftigen Vorsicht, die Gebühren nicht zu zahlen, jedenfalls lehnte sie die zusätzlichen Tansportkosten für die Kiste ab.

Die Transportfirma ging mit dem Preis runter und bot an, die Kiste - wie ursprünglich vorgesehen war - bis an die Haustüre zu bringen, aber das reichte der Verfasserin nicht. So blieb die spektakuläre Kiste ein Geheimnis mit Tausend Fragezeichen und wurde nie gesehen. 

Mittlerweile wurde auch festgestellt, dass die Fotos des fraglichen Sponsors im Facebook einem anderen Mann gehörten, der auch ein amerikanischer General und auf youtube zu sehen ist. 

Solche Betrügereien kommen übrigens in jedem Land vor. 

 

Wer nicht hören will, der wird fallengelassen

Was ist zu tun, wenn ein Mensch kriminelle Energie entwickelt? Die Hoffnung, mißratene Gedankengänge eines Menschen wieder auf den rechten Weg zu bringen, war der Antrieb der Verfasserin, aus dieser Angelegenheit etwas positives zu machen. Aber das Zureden und Erklären, von Seitens der Verfasserin, hat nicht gefruchtet. Der Mann wollte einfach nicht an die kosmische Vergeltung für schlechte Taten glauben. Statt dessen bot er Ihr einen neuen Deal an, bei dem die Verfasserin wieder etwas zahlen sollte. Er hatte nicht verstanden, dass Fehler korrigiert werden müssten; so muss man ihn ziehen lassen. 

 

Fazit

Die Betrüger, die unter falschem Namen und sogar mit gestohlenen Fotos agieren, suchen gepflegte Damen, von denen sie meinen, dass von ihnen Geld zu holen ist. Die Dame wird angenehm umgarnt und ihr wird ein hoher Investitions-Betrag versprochen. Mit Liebe und Geld, diese Aspekte, die jeweils eine hohe Anziehungskraft haben, spielen die Betrüger gerne. Hat der Fisch zugebissen, dann kann man ihn rausziehen und bei den Damen gutes Geld entlocken. Deshalb ist Skepsis bei ungewöhnlichen Pfannkuchen angebracht.