Wasser – Das Lebenselixier unseres Planeten

03-11-2016 02:36:42 Autor:   Vision Times Kategorien:   Umwelt

Wasser ist schon jetzt knapp. In der nahen Zukunft, so die Prognose, wird es eine der wertvollsten Ressourcen sein. (Bild: Pixabay/CC0)

Kühles, perlendes Wasser, was für eine Erfrischung das sein kann! Und hier ist der Punkt: Nimmst Du das Wasser weg, bleibt nichts übrig. Astronauten können sehen, dass fast unser ganzer Planet mit Wasser bedeckt ist. Doch das meiste davon ist Salzwasser und für den menschlichen Organismaus unbrauchbar.

Laut dem US Geological Survey ist 68% des weltweit frischen Wassers in Gletschern und Eisbergen eingeschlossen, etwas über 30% ist Grundwasser und nur 0,3% ist Oberflächenwasser, sprich Wasser in Flüssen und Seen.

Der menschliche Körper besteht zu etwas über 60% aus Wasser. Wasser kann in jeder lebenden Zelle gefunden werden. Ohne Wasser könnten Menschen nicht überleben (bzw. würden gar nicht erst existieren). Da sollte man doch meinen, dass wir auf eine so fundamental wichtige Ressource besser Acht geben würden, stattdessen wird Wasser mehr und mehr zu einer neuen Form der Währung.

Frisches, sauberes Trinkwasser wird in der nahen Zukunft eine der wertvollsten Ressourcen sein, denn schon jetzt ist es Mangelware. Studien haben ergeben, dass die Grundwasservorräte in so alarmierender Geschwindigkeit verbraucht werden, dass unser Planet Schwierigkeiten mit dem Wiederauffüllen der Wasservorräte hat. Zudem hat sich nicht alles Grundwasser als trinkbar herausgestellt.

 

                                                             Der Jangtse Fluss in China, 2012 (Bild: Youtube/NTDde)

Schon jetzt hat China Probleme mit der Trinkwasserversorgung. Die natürlichen Grundwasservorräte reichen im „Land der Mitte“ nicht aus, um die Bevölkerung überall zu versorgen. Der unterirdische Wasserstand in einigen von Chinas größten Städten ist derzeit am Sinken, während die Konzentration von giftigen Metallen weiterhin zunimmt.

Das Wasserproblem zeigt sich nicht nur im Grundwasser, sondern auch in Flüssen und Seen. In manchen Gewässern zeigt sich die Vergiftung mit krebserregenden Industriechemikalien bereits als blutrote Färbung. Tausende Fische sterben durch die Verschmutzung mit Industrieabfällen und -abwasser und schwimmen bäuchlings an der Oberfläche. Im Sommer bilden sich in vielen Seen vermehrt giftige Grünalgen, die bereits zum Gesundheitsrisiko für Schwimmer werden.

Nicht nur in China zeigen sich die Ausmaße der Wasserverschmutzung besonders stark. In Indien war die Kontaminierung mit Industrieschmutz in einem See so hoch, dass der See anfing zu brennen. In den USA sind die großen Seen durch sogenanntes „Stormwater Runoff“ stark verschutzt. Durch betonierte und bebaute Flächen kann in Städten nur wenig Regenwasser direkt ins Erdreich dringen, wo es durch die Erdschichten natürlich gefiltert und gesäubert wird. Alles Wasser, das nicht versickern kann, findet dennoch seinen Weg in Flüsse, Seen und Ozeane. Dabei werden giftige Stoffe wie Düngemittel, Pestizide, Öl und Schwermetalle mit in die Gewässer gespült.

Bedenken über die Wasserqualität wurden in den letzten Jahren in mehreren großen US-Städten zum Thema. Seit 2014 hatten Anwohner in Flint, Michigan, wegen Farbe, Geruch und Geschmack ihres Leitungswassers Beschwerde bei den Lokalpolitikern eingelegt. Es wurde nachgewiesen, dass das Trinkwasser Blei enthält und bereits zu Gesundheitsschäden bei zahlreichen Kindern geführt haben könnte. Anfang 2016 rief der Governor von Michigan den Notstand aus. Schon bald war in den US-Medien die Rede von der „Flint Wasser Tragödie“, doch die Situation bleibt ungelöst.

Ein weiterer neuer Fall: Im US-Bundesstaat North Dakota haben verschiedene Ureinwohner-Stämme vereint gegen den Bau der Dakota Ölpipeline protestiert. Ihre Sorge: Die Pipeline würde durch das Land des „Standing Rock Sioux“-Stammes gebaut werden. Sollte die Pipeline später ein Leck aufweisen, wäre das eine ernsthafte Gefahr für die Wasserressourcen des Reservats.

Bis die Situation neu eingeschätzt wird, hat die US-Regierung den Bau der Pipeline vorerst lahmgelegt.

 
In Nordamerika haben Ureinwohner gegen den Bau der Dakota Pipeline protestiert. (Bild: Pixabay/ CC0)

Im US-Bundesstaat North Dakota wird häufig die Frackingmethode angewendet, um Öl aus tiefen Erdschichten zu pressen. Eine Studie bestätigte, dass Wasser, das mit dem Öl an die Oberfläche gepumpt wird, radioaktive Salze enthält. Die Autoren der Studie stellten fest: „Wasserläufe, die durch das Abfall-Wasser verschmutzt werden, sind übermäßig belastet und übersteigen oft die Grenzwerte für sicheres Trinkwasser.“ Fakt ist: Menschen sind für fast jede, wenn nicht gar jede Verschmutzung des Trinkwassers verantwortlich. Wasser ist eine wertvolle Ressource und wird in Zukunft noch knapper sein. Deshalb gibt es ein paar Dinge, die wir tun können, um Trinkwasser zu erhalten. Dazu gehört, Wasser beim Zähneputzen ab zu drehen, auf der Toilettenspülung die Stop-Taste zu verwenden, defekte Wasserhähne sofort zu reparieren. (Denn wenn der Wasserhahn tropft, kann das im Jahr 2.000 l Wasser verbrauchen.) Der größte Trinkwasserposten im Haushalt ist aber die Toilettenspülung. Sie verbraucht täglich mehr Wasser als man beim Duschen, Wäsche Waschen oder Putzen braucht. Deshalb gibt es Vorrichtungen, um Regenwasser in der Toilettenspülung zu benutzen. Spezielle Wasserhähne und Duschbrausen sind wassersparend, weil sie dem Wasserstrahl Luft beimengen.

Fracking - eine große Gefahr auch für unsere Trinkwasserqualität (Bild: Pixabay/CC0)

 

Wusstest Du, dass das wenigste Wasser unserers täglichen Gebrauchs zum Trinken und Kochen benutzt wird? Das nächste Mal, wenn ich beim Abendessen ein sauberes Glas Wasser leer trinke, nehme ich mir einen Moment Zeit, um zu bedenken, dass ich doch sehr glücklich bin.

 

Autor: Erin Beardsley

Anmerkung der Redaktion:

Es ist wichtig mit dem Wasser, das uns zur Verfügung steht, achtsam und wertschätzend umzugehen. Dazu gehört einerseits, dass wir sparsam sind und das Wasser nicht verschwenden. Doch das ist zu wenig. Das Wassser muss darüber hinaus möglichst wenig mit Chemikalien, Schwermetallen, Medikamentenrückständen, Hormonen, gentechnisch veränderten Substanzen, aggressiven Reinigungs- und Waschmitteln, lebensfeindlichen Gefahrenstoffen (Motorölen, Treibstoffrückständen wie Kerosin, Benzin, Dieselkraftstoffen u.a.) durch Privathaushalte, aber auch Industriebetriebe verunreinigt werden. Es gibt sowohl Privathaushalte, die in diesem Sinne unvernünftig handeln, als auch industrielle Betriebe, die im großen Maße verantwortungslos und teilweise illegal Schmutzwasser und radioaktiv belastetes Wasser in den Wasserkreislauf einbringen. Wie viele Schiffe leiten gefährliche Stoffe einfach auf hoher See in die Flüsse und Meere ein? Von den großen Schiffsunglücken bei Tankern und Frachtschiffen ganz zu Schweigen. Wieviel Müll wird einfach ins Wasser verkippt? Alter Schrott, auch militärisches Kriegsgerät, insbesondere Atom U-Boote und anderer radiaktiver Schrott dümpeln in Militärhäfen umher oder werden einfach in Gewässern verklapppt - Bsp. Murmansk - nach dem Motto aus den Augen aus dem Sinn. Außerdem wird in Kern-, Kraftwerken und Industrieanlagen Wasser als Kühlmittel eingesetzt. Das dadurch künstlich erwärmte Wasser wird einfach wieder in die Natur zurückgeführt, was enorme negative Auswirkungen auf die Pflanzen- und Tierwelt der Flüsse und Gewässer in dem Gebiet zur Folge hat. Außerdem sollten Gewässer nur bedingt aufgestaut oder durch Schleusen beeinflusst werden. Ihr natürlicher Lauf sollte so wenig wie möglich verändert werden (keine Flussbegradigung, kein künstliches betoniertes Flussbett, keine Umleitung der Flussbetts, keine Bebauung von Überschwemmungs- und Wassereinzugsgebieten usw.). Wasser darf nie Privatbesitz werden mit Ausnahme von Kleingewässern auf dem eigenen Grundstück. Wasser ist ein Allgemeingut und sollte im sauberen Zustand jedem Erdenbürger, in dem für den vernünftigen Eigenbedarf zu deckendem Maße unabhängig der finanziellen Möglichkeiten, zur Verfügung stehen.

 

 

 

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