Softdrinks & Co. und ihre schädliche Wirkung auf Körper und Geist

09-10-2016 02:00:29 Autor:   Visiontimes Kategorien:   Ernährung , Gesundheit

In diesem Light-Getränk ist Aspartam enthalten. (Bild: pixabay)

Light-Getränke sind eine große Marketing-Lüge. In Werbespots heißt es, dass sie gesünder als herkömmliche Getränke seien – es werde schließlich auf Zucker verzichtet. Dass Zucker gesundheitsschädigend sein kann, weiß mittlerweile jedes Kind, aber wusstest Du auch, dass Aspartam und andere künstliche Süßstoffe sogar noch schädlicher sind?

Aspartam ist ein Süßstoff, der genau wie Zucker vier Kilokalorien pro Gramm hat. Allerdings ist Aspartam 200-mal süßer als weißer Haushaltszucker (raffinierter Industriezucker), daher benötigt man von diesem Süßstoff nur einen Bruchteil der Zuckermenge und so besitzen die Produkte weniger Kalorien. Doch wird diese Tatsache benutzt um die Schattenseiten dieses künstlichen Süßstoffes zu verdecken. Aspartam ist auch als "NutraSweet", "Canderel" oder einfach als E 951 bekannt. Er kommt dem Geschmack von Industriezucker (raffiniertem Zucker) sehr nah, was ihn beliebt macht.

Interessant ist, dass das Aspartam 1965 in Chicago von einem Chemiker der Searle Company, einer Tochterfirma des Chemiegiganten Monsanto, entdeckt wurde. Monsanto ist einer der größten Hersteller von gentechnisch manipuliertem Saatgut und einer der aggressivsten sowie skrupellosesten Konzerne für Agrochemie. Laut der Internetseite Zentrum für Gesundheit ist Aspartam „...mittlerweile in über 90 Ländern weltweit in mehr als 9000 Produkten enthalten. Überall, wo zwar süßer Geschmack, aber kein Zucker erwünscht ist, kann Aspartam zum Einsatz kommen. Wenn irgendwo "Light", "Wellness" oder "Zuckerfrei" draufsteht, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass Aspartam enthalten ist.“

Zucker in Softdrinks und seine Wirkung

Die Süßgetränke (auch Softdrinks genannt), von Coca Cola, Pepsie & Co. werden mit Zucker versetzt, um einen süßen Geschmack zu erzeugen. Es wird so viel Zucker dem Getränk zugeführt, dass die anderen Bestandteile und deren Qualität nicht mehr zu schmecken ist. Zudem gibt es einen weiteren Effekt. Der raffinierte Industriezucker hat eine kurzzeitig anregende Wirkung auf den Körper, da er schnell ins Blut gelangt und den Stoffwechsel schlagartig erhöht. Jedoch gerät der Körper dabei in ein Ungleichgewicht, das er durch Ausschüttung körpereigener Stoffe ausgleichen muss. Damit wird die positive Empfindung schnell wieder gedämpft, der Körper belastet und unnötig Ressourcen des Körpers verbraucht. Softdrinks machen daher langfristig träge und müde, kurzfristig jedoch wach und munter.

Allerdings tritt bei oftmaligem Konsum eine Art Gewöhnungseffekt ein. Das Gehirn gewöhnt sich an den im ersten Moment eintretenden „Push-Effekt“, also der erste Moment, wenn der Blutzuckerspiegel in die Höhe schnellt sowie der Stoffwechsel und die positive Empfindung dabei angeregt werden. Das führt dazu, dass der Konsument öfter und mehr Softdrinks trinken möchte, um diese Wirkung und die dabei auftretenden Empfindungen zu spüren.

Jedoch, je kürzer die Abstände sind, in denen Softdrinks zu sich genommen werden, je geringer ist dieser Effekt wahrzunehmen. So wird der Konsument angeregt, noch süßere Getränke und diese öfter zu konsumieren, um den gleichen Effekt zu erzielen. Dadurch wird ein Suchtverhalten angeregt. Hoebel spricht in einer Studie von einer Zuckersucht, die er mit der Sucht nach anderen Drogen, wie z. B. Kokain oder Heroin vergleicht.

Später versuchten Unternehmen Alternativen zum Industriezucker zu finden, die billiger zu produzieren sind, um ihren Profit zu steigern. Zudem führte die verstärkte Aufklärung über die schädliche Wirkung des Industriezuckers zu einer verstärkten Nachfrage nach Alternativen. So schauten verschiedene Unternehmen, wie man weiter günstig produzieren und trotzdem den Verbrauchern den süßen Geschmack liefern kann. So fand man Aspartam und andere künstliche Süßstoffe, die für eine skrupellose Unternehmerschaft einen günstigen und leicht herzustellenden Ersatz für Zucker darstellen. Jetzt können die Hersteller zuckerfrei auf ihre Produkte schreiben und auf dem Etikett wird der Zuckergehalt mit 0,0g angegeben.

Auswirkungen von Softdrinks auf den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel

Eine Züricher Forschergruppe um den Endokrinologen Dr. Kaspar Berneis hatte ein Studienmodell entwickelt, das die üblichen Trinkgewohnheiten abbildet: Es wurden speziell für die Studie Getränke zusammengestellt, mit denen die Probanden – 29 gesunde, normalgewichtige junge Männer – 40 oder 80 g Fructose, 40 oder 80 g Glucose oder 80 g Saccharose zu sich nahmen. Drei Wochen lang tranken die Studienteilnehmer dreimal täglich 200 ml von einem der fünf Getränke, bevor verschiedene metabolische Parameter bestimmt wurden.

Die Ergebnisse überraschten auch die Wissenschaftler: „Wir haben den schädlichen Effekt von Softdrinks unterschätzt“, sagt Berneis laut PZonline. Er hätte nicht erwartet, dass die Auswirkungen bei gesunden jungen Männern so deutlich ausfallen. Der Blutzuckerspiegel im nüchternen Zustand war nach allen fünf Durchgängen nachweisbar um 4 bis 9 Prozent erhöht, ebenso die Konzentration des hochsensitiven C-reaktiven Proteins (CRP) um 60 bis 109 Prozent. Dabei wurde der höchste Wert in der Gruppe mit dem hohen Fructosekonsum erreicht. CRP ist ein Marker für eine subklinische Entzündung, die unter anderem als Schlüsselfaktor beim Entstehen einer Insulin­resistenz identifiziert wurde. Zudem zeigte die Studie, dass sich bei den Probanden trotz des kurzen Studienzeitraums der Bauchumfang und der Körperfettanteil erhöhten. Die Studie zeigte das bereits ein niedriger Konsum von gesüßten Getränken über einen Zeitraum von drei Wochen den Kohlenhydrat- und Fettstoffwechsel ungünstig beeinflusst und das bei Probanden, die gesund, jung und normalgewichtig waren.

Bei den Tierversuchen mit Zucker wurde festgestellt, dass die Leberfunktion negativ beeinträchtigt wird Krebs entstehen kann und Zucker ein ähnliches Suchtverhalten wie Heroin und Kokain auslöst. Zudem veränderte sich massiv das Verhalten der Tiere. Sie wirkten ängstlich und depressiv und zeigten destruktive Verhaltensmuster. Deutlich wurde auch ein Hang zu übermäßigem Konsum anderer Suchtstoffe. So bewies ein Versuch mit Ratten, dass hoher Zuckerkonsum zu einem höhren Alkoholkonsum führte.

Auswirkungen von Aspartam auf das Gehirn

In der Abhandlung Effects of aspartame metabolites on astrocytes and neurons von K. Rycerz & J. E. Jaworska-Adamu werden die Auswirkungen von Aspartam im Hinblick auf die Astrozyten wie folgt beschrieben: „Aspartams Einmischung in diese Funktionen [der Astrozyten] können direkt oder indirekt die Bildung von vielen nachteiligen Symptomen hervorrufen, wie:

  • Kopfschmerzen
  • Schwindel
  • Krampfanfälle
  • Übelkeit
  • Taubheit
  • Hautausschläge
  • Depressionen
  • Ermüdung
  • Reizbarkeit
  • Schlafstörungen
  • Sehprobleme
  • Hörverlust
  • Herzrasen
  • Angstattacken
  • undeutliches Reden
  • Tinnitus
  • Gedächtnisverlust
  • Lernbehinderungen und
    Gelenkschmerzen“

Der Körper besitzt eine Blut-Hirn-Schranke, welche eine Schutzmauer für das Gehirn darstellt. Es werden nur erlaubte Aminosäuren durchgelassen, wodurch Gifte nicht in das Gehirn gelangen können. Aminosäuren können allerdings nicht direkt die Blut-Hirn-Schranke überwinden. Für die Überwindung müssen sie an Transportproteine (neutral amino acid transporter) gebunden werden. Der Haken an der Sache mit Aspartam ist der, dass es im Körper in seine Grundsubstanzen gespalten wird; eine davon ist Phenylalanin. Nach K. Rycerz & J. E. Jaworska-Adamu sei der Pool an Phenylalanin durch die Einnahme von Aspartam erhöht, wodurch die Transportproteine von Phenylalanin überschwemmt werden und nur noch wenig der essentiellen Aminosäuren ins Gehirn gelangen können; dies kann z. B. zu Depressionen führen, weil Bausteine von Glückshormonen nicht oder nur wenig ins Gehirn gelangen.

Das bestätigt ein Doppelblindversuch bei Patienten mit einer empfindlichen Persönlichkeit, der aufgrund der Schwere der Reaktionen vorzeitig abgebrochen wurde. Bei diesem Versuch wurde Probanden mit einer depressiven Vorgeschichte und Probanden ohne Auffälligkeiten 30 mg / kg / Tag Aspartam oder ein Placebo für 7 Tage verabreicht. Die Ergebnisse zeigten deutlich, dass sich die Symptome bei den Probanden mit einer depressiven Vorgeschichte verstärkten.

Ferner erklärte K. Rycerz & J. E. Jaworska-Adamu, dass: „[...] die Veränderungen der Neuronen und Astrozyten durch Aspartam ähnlich sind wie bei den Erkrankungen, wie Alzheimer, Epilepsie, Huntingtons Krankheit und Multiple Sklerose.“

Schau dir folgendes YouTube Video an, um Dich weiter zu informieren:

... und hier noch ein Filmtipp, um euch allgemein zum Thema Zucker in Nahrungsmitteln zu informieren:

Fazit:

Die negativen Auswirkungen von Zucker und künstlichen Süßstoffen auf die Gesundheit sind hinreichend durch Studien belegt. Doch was macht man nun wenn man Speisen und Getränke süßen will? Wenn der kleine Hunger auf was Süßes kommt iss doch einfach Früchte, Obst und Gemüse. Trockenfrüchte wie Feigen, Datteln, Rosinen usw. schmecken auch süß und sind in Maßen zudem noch gesund. Für das Süßen von Speisen und Getränken kannst Du Dich an eine einfache Regel halten... Industriezucker (raffinierter Zucker) egal ob Fructose, Glucose oder Saccharose oder Vollzucker, Rohrohzucker (teil-raffiniert) Vollrohrzucker (unraffiniert) so wenig wie möglich, künstliche Süßstoffe wie z.B. Aspartam, Saccharin oder Cyclamat unbedingt meiden und zum Süßen nur natürliche Süßstoffe wie den Yaconsirup oder -pulver, Kokosblütenzucker oder zur Aushilfe auch mal den Manuka-Honig benutzen.

Zuckeraustauschstoffe wie Sorbit, Xylit, Mannit, Maltit, Isomalt sowie Stevia und Erythrit sind allemal besser als der Industriezucker, stehen aber den zuvor genannten natürlichen Süßstoffen aufgrund ihrer Herkunft als Zuckeralkohole und ihrer abführenden Wirkung um einiges nach. 

Quellen:

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