Löst sie wirklich das Problem? Eine Rettungskapsel als letzte Rettung vor einem Tsunami

15-08-2016 00:41:16 Autor:   Visiontimes Kategorien:   Menschen , Technologie

Wenn der Tsunami plötzlich kommt – was können wir tun, wenn keine Zeit mehr bleibt, um wegzulaufen? Für diesen Fall haben Wissenschaftler eine kugelförmige „Rettungskapsel“ aus stabilen Materialien erfunden, die ein paar Menschen aufnehmen und einem Tsunami widerstehen kann, um ihn so zu überleben.

Die Rettungskapsel soll diejenigen schützen, die vor einen Tsunami nicht fliehen können. Im Notfall kann sie ein sicherer Orf für diejenigen sein, die nicht evakuiert werden können. Diese Kapsel ist kugelförmig und besteht aus einem schützenden Metallkäfig sowie einer Aluminiumschale die auch im Flugzeugbau Anwendung findet, um Stöße zu absorbieren. Die innere Seite des Raums wurde mit keramischen Schichten zur Isolierung ausgekleidet, um einen zu starken Hitzeeinfluss durch Brände in der Umgebung der Rettungskapsel zu überstehen.

Der Innenraum ist mit einem Sauerstoffbehälter ausgestattet und kann für einen Zeitraum von 60 Minuten die Versorgung mit Sauerstoff aufrechterhalten, besonders in dem Fall, das die Kapsel unter Wasser oder Erde verschüttet ist. Die Rettungskapsel ist in fünf verschiedenen Größen erhältlich und kann somit 2 bis 10 Menschen aufnehmen. Der Tsunami bewegt sich oft mit einer Geschwindigkeit von 40 km / h. Die Rettungskapsel konnte bei Testläufen die Auswirkungen von Objekten mit einer Geschwindigkeit von 120 km / h, die auf sie aufprallten, aushalten.

So schön das auch klingt, so ist die Frage, wer sich solch eine Rettungskapsel leisten kann, ernüchternd. Denn in vielen Gebieten, die in der Vergangenheit von Tsunamis betroffen waren, leben einfache Menschen, die sich solch eine Rettungskapsel gar nicht leisten können.

Ein Foto vom Auftreffen des Tsunami von 2004 auf die Küste Thailands in Ao Nang (Bild:

David Rydevik (email: [email protected]), Stockholm, Sweden auf Wikimedia gemeinfrei veröffentlicht)


Das Problem mit den Tsunamis wird damit nicht gelöst. Sollten Naturkatastrophen nicht in einem größeren Zusammenhang gesehen werden? Warum treten Tsunamis auf? Haben sie damit was zu tun, wie wir, Menschen, mit der Natur umgehen und wie wir miteinanden leben? Ist der Ort, wo Naturkatastrophen aufteten, ein Zufall oder hat er etwas mit den Menschen dort zu tun? In alten Zeiten haben die Menschen, wenn etwas im Außen auftrat, immer nach innen geschaut, ob es Trockenperioden, Überschwemmungen oder andere Erscheinungen waren.

Die Menschen fragten sich dann, was es mit ihnen zu tun hat und warum es sie trifft. Tatsächlich gibt es viele Erzählungen in allen Kulturen, wo das Erkennen und eine Veränderung im Denken sowie Verhalten, Einsicht oder Reue bei den betreffenden Menschen Veränderungen im Äußeren nach sich zog. Der Sturm legte sich, die Dürre wich dem Regen, der Vulkan erlosch, usw. 

Dazu gehört auch ein intuitives Bewusstsein, was richtig und falsch, was aus Respekt gegenüber der Natur, der Schöpfung getan oder nicht getan werden sollte und einem Verständnis von den natürlichen Abläufen. Heutzutage wird überall gebaut, die Natur hat sich den Menschen anzupassen und nicht umgekehrt. Berge werden abgetragen, Flüsse begradigt oder aufgestaut, Wälder gerodet, Meere verschmutzt, Küsten umgeformt. Wie kann das ohne Folgen bleiben? Der Himmel schaut zu, was die Menschen machen, aber wie lange? Sind wir für die Konsequenzen nicht selbst verantwortlich?

 

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