Sieben außergewöhnliche Fahrradkonstruktionen

12-07-2016 23:52:23 Autor:   Maria Betke Kategorien:   Sport , Freizeit

Bild: screenshoot / youtube.com

Verrückt würde ich die ungewöhnlichen Konstruktionen zur Fortbewegung eigentlich nicht nennen wollen, da sie von mutigem Pioniergeist, von Experimentierfreude und Muse geprägt sind. Dennoch sind die gezeigten Räder gewöhnungsbedürftig, da sie aus der Sicht der praktischen Anwendung im Straßenverkehr nicht nur Vorteile bieten.

 

1. Das Halbrad

Balance-Übung auf dem Halbrad (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Da gibt es ein kleines Halbrad, bei dem das Lenkrad am Sattel befestigt ist. Mit dem kleinen Rad vorne und dem großen Rad hinten gibt es Vorteile beim Auffahren auf den Bürgersteig, weil damit langsames und somit vorsichtiges Fahren machbar ist. Aber das Lenken ist schwieriger als beim herkömmlichen Rad. Der große Vorteil beim Halbrad ist seine Größe (1 m hoch) und sein Gewicht (9 kg), so dass es handlich und tragbar ist. Also vom Fahrrad in den Bus oder die U-Bahn zu steigen, ist problemlos möglich. Mehr Infos erhälst Du unter dem Link: www.halbrad.de

 

 

2. Das Snowboard-Rad, auch Seitenrad genannt

 

Beim Snowboard Bike könnte man meinen, der Herr auf dem Rad habe zwei linke Füße. (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Das Snowboard-Rad oder Seitenrad ist ein wendiges Rad mit jeweils einem Lenker pro Rad – auch die Pedalen sind nur zu einer Seite hin ausgerichtet. Eigentlich fährt man damit nicht richtig nach vorne, sondern zur Seite. Hier muss sicherlich das Gleichgewicht-Halten neu geübt werden.

 

 

3. Der Bionik Läufer

 

Bionic Runner (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Der Bionik Runner wurde von dem Unternehmer Steve Granitz und dem Fahrradhersteller Dr. Henry Thomas erfunden, um den Aufprallverletzungen beim Laufen ein Ende zu bereiten. Das Rad ist so speziell gebaut, dass es den zeitlichen Ablauf der vielen Beinbewegungen beim Laufen exakt simuliert. Deswegen übertrifft dieses nach medizinischen Erkenntnissen entworfene Rad alle elliptischen Trainings-Laufwerke und stellt somit das gesündere Fortbewegungsmittel dar. Mittels dieses Rades wird die maximale Herzleistung vergleichsweise in der halben Zeit als beim elliptischen Laufwerk erreicht. Außerdem erlaubt es mit den acht Gängen seiner Gangschaltung, alle terristischen Oberflächen zu erklimmen. Dieses Fahrrad hat keinen Sattel und so muss man auf dem Fahrrad „gehen“.

 

4. Der Paravelo Flieger

 

Paravelo Flying Bike oder das fliegende Rad (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Das Paravelo Flugrad wurde von der Firma xplore air in England entwickelt und mit einem 22 PS starken Bio-Brennstoff-zwei-Kolben-Motor versehen, so dass es 25 Meilen pro Stunde fliegen, eine Höhe bis 4.000 Fuß mit einer Reichweite von 75 Meilen erreichen kann. Dieses Aluminium-Dreirad mit einem drei-Blatt-Propeller und einem Nylon-Segel findet seinen Reiz mehr beim Fliegen als beim Fahren auf der Straße – für alle die hoch hinaus und 45.000 Pfund zahlen wollen.

 

5. Das Twicycle

 

twicycle (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Das Twicycle hat nicht nur, wie alle Räder, unten bei der Fußpedale ein Kettenzahnrad, es hat noch zusätzlich eines auf dem Lenker, so dass mit den Armen gelenkt wird und zusätzlichals das Fahrrad auch mit den Armen fortbewegt werden kann (oder mit Armen und Beinen zusammen). Hierbei wird zusätzliche Fortbewegungskraft erzeugt. Diesen Aspekt dachte sich der sportliche Musiker und Erfinder Risa Priestess aus und baute sich solch ein effektives Rad. Jedoch muss diese Technik erst erlernt und zur Sicherheit ein Brustschutz-Aufsatz angesetzt werden.

 

6. Der Straßenflieger

 

Streetflyer als Streethanger (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Also gibt es so etwas doch: Auf der Straße fliegen bzw. im Liegen fahren. Bringt das nicht überschwengliche Freude ohne das Risiko, aus luftiger Höhe abzustürzen oder von einer Windböe erfasst zu werden? Die Konstruktion des streetflyers hat Dr. Carsten Mayring von den Drachenseglern abgeschaut, d.h. der Leib wird an den oben befindlichen Bogen angeschnallt und hängt im liegenden Zustand in der Luft, drei Fuß über dem Boden. Vorne befinden sich zwei Räder, an denen gelenkt sowie gebremst wird, und hinten ein Rad mit der Pedalfunktion. Allerdings ist die Wendigkeit eines normalen Fahrrads hier nicht gegeben.

 

7. Das Lunartic Hubless Rad

 

lunartic hubless bike - lunartic stammt aus den Begriffen moon und article (Bild: Screenshot / YouTube)

 

Als letztes kommt wieder ein aus den vergangenen drei Jahrhunderten stammendes Konzept mit unterschiedlich großen Rädern: Hier gibt es ein großes Hinter- und ein kleines Vorderrad. Diesmal hat aber das Hinterrad keine Nabe und Speichen, sondern ein integriertes Drehsystem direkt an einem stabilen Radrahmen. Dieser wiederum beinhaltet nochmals ein Rad mit einem Reifen, d.h. hier liegt ein Doppelrad vor.

 

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