China 2016: Flutkatastrophen, Überschwemmungen und Erdrutsche

23-05-2016 22:40:28 Autor:   Nhung N. Kategorien:   Umwelt

Ein Erdrutsch traf ein Wasserkraftwerk im Südosten Chinas in der Provinz Fujian und tötete mindestens 10 Menschen, 14 weitere mussten in einem örtlichen Krankenhaus behandelt werden und 41 werden vermisst.

Der Erdrutsch ereignete sich am 08. Mai 2016 um ca. 05:00 Uhr im Bezirk Taining. 100.000 Kubikmetern Felsen und Schlamm begruben ein Bürogebäude und den Wohnbereich von Bauarbeitern.

Chunwu Deng, ein Überlebender, berichtete staatlichen chinesischen Medien, wie er und drei andere Arbeiter überlebten, indem sich alle unter einem Stützträger zusammendrängten und wie ihr Zimmer zehn Meter von dem fließenden Schlamm weggeschoben wurde:

„Wir schliefen, während die Berge zu beben begannen und bevor wir wussten, was los war, flossen Sand und Schlamm in unsere Zimmer.“

Auf einer Pressekonferenz vor Ort hieß es, dass die Rettungskräfte weiterhin auf der Suche nach 41 vermissten Arbeitern sind.

Felsen, Schlamm und verdrehte Stahlstangen sind rund um den Ort des Erdrutsch verstreut. Neben den 600 Rettungskräften befinden sich auch Spürhunde im Einsatz, um sie zu unterstützen und jedwede Lebenszeichen zu finden.

Niederschläge haben die Rettungsarbeiten erschwert. Die örtlichen Behörden berichteten, dass der Niederschlag in Taining 35 Prozent höher lag als die durchschnittliche Niederschlagsmenge. Es wird vermutet, dass der Erdrutsch dadurch verursacht wurde.

China wird bereits seit einem Jahr durch große Flutkatastrophen durch starke Regenfälle heimgesucht. Das betrifft besonders Südchina und führt zu Überschwemmungen und Erdrutschen. Die staatlichen Medien berichteten, dass eine 75-jährige Frau und ihr 3 Jahre alter Urenkel von einem reißenden Fluss in der Provinz Hubei mitgerissen wurden.

Regenstürme führten auch zu der Evakuierung von mehr als 1.000 Menschen in der Guangxi-Region. Eine eingestürzte Straße in der Provinz Guizhou führte zu mehren Todesfällen und vermissten Personen.

 

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