China: Laut Studie sterben täglich 7.500 Chinesen an Krebs

27-03-2016 21:18:35 Autor:   Erik Rusch Kategorien:   Gesellschaft , Forschung , Gesundheit

Eine Lungenkrebszelle während ihrer Teilung. (Bild: United States: National Institutes of Health via Wikimedia / Public Domain)

Laut einer in "CA: A Cancer Journal for Clinicians" publizierten aktuellen Berechnung chinesischer Forscher sterben täglich in China rund 7.500 Menschen an einer Krebserkrankung. Landesweit sind es ihren Berechnungen zu Folge für 2015, 2,8 Millionen Krebstote.

Hierfür analysierten die Wissenschaftler des National Cancer Center in Peking Daten aus 72 Krebsregistern aus den Jahren 2009 bis 2011. Zwar erfassten diese Register lediglich 6,5 Prozent der chinesischen Bevölkerung (Gesamtbevölkerung: 1,37 Milliarden Menschen), bisherige Statistiken beruhten jedoch auf noch ungenauere Daten aus den 90er-Jahren, die nicht einmal zwei Prozent der Bevölkerung einschlossen.

Die Forscher um Wanqing Chen erstellten Mithilfe der vorhandenen Daten Hochrechnungen an. Diese ergaben für 2015 landesweit, 2,8 Millionen Krebstote und 4,3 Millionen neue Krebsdiagnosen.

Laut Schätzungen zufolge ist das Rauchen für etwa ein Viertel aller Krebstode verantwortlich. Zu den weiteren Hauptursachen zählen laut der Studie die Luftverschmutzung sowohl im Freien als auch innerhalb der Häuser und Wohnungen, das Kochen mit Kohle und anderen Brennstoffen sowie die Verschmutzung von Böden und Trinkwasser.

Interessanterweise liegt die Mortalitätsrate den Krebs betreffend bei Männern bei 166 von 100.000 Einwohnern und ist damit doppelt so hoch wie bei Frauen, wo 89 von 100.000 Einwohnerinnen Krebserkrankungen erliegen. Die häufigsten Krebsarten bei Männern sind Lungen-, Magen-, Speiseröhren-, Leber- und Darmkrebs. Frauen erkranken am Häufigsten an Brust-, Lungen-, Magen-, Darm- und Speiseröhrenkrebs.

 

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