U.S. Küstenwache spielt Katz und Maus mit Drogen-U-Booten

29-02-2016 20:38:47 Autor:   James Burke Kategorien:   Politik , Gesellschaft

Die Mannschaft des U.S. Küstenwachschiffs Stratton untersucht ein Drogen-U-Boot, das letzten Sommer internationale Gewässer vor der Küste Zentralamerikas befährt. (Bild: U.S. Küstenwache)

Im Juli 2015, stoppte die U.S. Küstenwache ein ca. 12 Meter langes Drogen-U-Boot (engl. Narcosub), das Kokain im Wert von 181 Mio. US-Dollar transportierte. Die 7,2 Tonnen Kokain sind die bisher gröߟte Menge an Drogen, die durch das Aufspüren eines  U-Boots des südamerikanischen Drogenkartells sichergestellt wurden. Die Küstenwache nahm die vier Schmuggler, die sich als Besatzung auf dem U-Boot befanden, fest.

Das an das Unterseeboot aus dem Roman von Jules Verne erinnernde Drogen-U-Boot im Video unten wurde einen Tag, bevor es gestellt wurde, 320 Kilometer südlich von Mexiko entdeckt:

 

Nachdem 7,2 Tonnen Rauschgift aus dem Drogen-U-Boot sichergestellt wurden, begann man das Drogen-U-Boot abzuschleppen. Beim Abschleppen drang jedoch Wasser in das Boot und es sank mit einer Tonne Kokain an Bord ca. 4.000 Meter tief. Ein Bericht der U.S. Küstenwache sagt aus, dass das Kokain aus Stabilitätsgründen beim Abschleppen in dem Boot gelassen wurde.

Mitte Juni 2015 wurde bereits ein Halbtaucher-Boot aufgespürt, welches circa 2,5 Tonnen Kokain transportierte, so berichtete die Küstenwache.

 

 

Die Mannschaft des Küstenwachschiffes Stratton stell die Kokain-Barren aus dem Drogen-U-Boot sicher. Die Küstenwache barg circa 7,2 Tonnen Kokain aus dem circa 12 Meter langen Boot. (Bild: U.S. Küstenwache)

 

 

Um den seeseitigen Drogenverkehr einzuschränken, arbeitet die U.S. Küstenwache mit der U.S. Navy zusammen, die beide wiederum mit Behörden in Zentralamerika zusammenarbeiten.

Von November 2006 an gezählt, sind 25 Vorfälle bekannt, bei denen es um den illegalen Einsatz von Halbtaucher-Booten im östlichen Pazifischen Ozean ging.

 

Low-Tech Mini-U-Boote

Die Halbtaucher-Boote werden gezielt für den Transport von Marihuana und Kokain durch ein international agierendes Drogen-Kartell gebaut. Sie benutzen sie bereits seit den 1990ern und werden oft vom Drogen-Kartell in Kolumbien eingesetzt, um sich Drogen aus Mexiko zu beschaffen.

 

Ein Drogen-U-Boot, fest vertaut am U.S. Küstenwachschiff Jarvis im östlichen Pazifik der zentralamerikanischen Küste. (Bild: U.S. Küstenwache)

 

 

Die Küstenwache macht deutlich, dass Halbtaucher-Boote aufgrund ihrer schmalen Bauweise und der Möglichkeit zu tauchen sehr schwer zu orten sind. Die kompakte Größe macht es schwer, sie über Radar zu finden. Die Kartelle kostet es mehrere Millionen, eines dieser Boote herzustellen.

Zunehmend bevorzugen kriminelle Organisationen das Meer gegenüber den Landwegen, um Drogen in die USA zu bringen.

Gemäߟ einem U.S. Militärberichts werden 30 Prozent der Drogen, die über Seewege geschmuggelt werden, mithilfe von Drogen-U-Booten transportiert, berichtet The Telegraph.

Die Mannschaft des U.S. Küstenwachschiff inspiziert ein Drogen-U-Boot im östlichen Pazifik vor der Küste Zentralamerikas. (Bild: U.S. Küstenwache)

 

 

 

 

 

 

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