Studenten-Massaker wurde von Deng Xiaoping befohlen

21-10-2015 17:30:36 Autor:   Hannelore Kategorien:   Politik , Menschenrechte

Wang Weilin, so wurde der Mann benannt, der sich allein am 5. Juni, vor die nahende Panzerkolonne stellte. Er wurde zu einem Helden des 20. Jahrhunderts, wobei nicht bekannt ist wie er wirklich heißt und was aus ihm geworden ist.

Herr Luo Yong, der zweite Sohn von Luo Ruiqing (ehemaliger Verteidigungsminister der VR China),  hat in der letzten Woche in Hongkong sein brisantes Buch veröffentlicht. Durch seine geschilderten Erinnerungen in diesem Buch wurden viele Geheimnisse hoher Beamter und Funktionäre der KPCh aufgedeckt. Die Veröffentlichung wird wohl bei so manchem, die diesem Personenkreises angehören und ihn kannten, Unruhe ausgelöst haben.  In dem Buch gibt es z.B. detaillierte Ausführungen über das Studenten-Massaker des 04. Juni 1989 in Beijing auf dem Platz des Himmlischen Friedens. So ist zu lesen, dass der Befehl zur gewaltsamen Räumung des Platzes, der zu einem Blutbad führte, von Deng Xiaoping unterschrieben worden ist.

  

Am Morgen des 4. Juni schießen Soldaten noch immer auf die Bevölkerung. Das Bild zeigt verwundete Menschen die auf der "Chang An Street" liegen wobei andere versuchen ihnen zu helfen.

 

Am 7. Juni versammeln sich Scharen von Neugierigen um die aufgefahrene Militärmaschinerie anzuschauen.

 

 

Damals sagte der Vizepräsident Yang Shangkun, dass er für diesen Befehl nicht als erster unterschreiben möchte, nur wenn Deng Xiaoping es unterschreibt, dann würde auch er es tun. Somit wurde der Befehl an Deng Xiaoping weitergeleitet, sodass dieser zuerst von ihm unterschrieben wurde.

 

Deng Xiaoping, Vorsitzender der Militärkommission, trifft sich am 9. Juni mit den führenden Kommandeuren der Kampfverbände um zu zeigen, dass er nun die Kontrolle über die Situation erlangt hat.

 

Herr Luo Yong war in der Zeit vor dem Studenten-Massaker ein hoher Beamter im Militär und für das Generalministerium, sowie für das militärische Informationszentrum für Kriegseinsätze, tätig.

Nach der Tragödie vom 4. Juni, trat er aus der KPCh aus und von seinen Aufgaben im Militär sofort zurück. Er flog nach Hongkong und heiratete später eine Künstlerin aus Hongkong. Er galt als einer der Ersten, die als hochrangiger Funktionär die KPCh verließen, und wurde durch seine Entscheidung berühmt.

 

Herr Luo Yu mit Ehefrau (Quelle: NTDTV)

 

 

 

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