Bundeskanzlerin Merkel für ihre Verantwortung zu einer Verschlechterung der Flüchtlingskrise getadelt

01-10-2015 17:00:51 Autor:   E.R. Kategorien:   Politik , Gesellschaft

Kritik an der Haltung der Bundeskanzlerin zur Flüchtlingskrise. (Bild: European People's Party/Flickr)

Wer sich mit der Flüchtlingskrise auseinandergesetzt hat, wird womöglich nicht schockiert sein zu erfahren, dass die Haltung mancher Politiker unter denen sich auch Deutsche befinden, womöglich dazu geführt hat, dass sich die Lage noch mehr verschärfte.

Momentan hat die EU mit dem Zustrom von ca. 8.000 Flüchtlingen täglich zu kämpfen, wobei für viele neben den Skandinavischen Ländern, Deutschland das Ziel Nr. 1 ist, um ein neues Leben zu beginnen.

Eine erst kürzlich getroffene Vereinbarung zwischen den 28 EU-Mitgliedsstaaten, die vorsah 120.000 Flüchtlingen innerhalb der EU-Länder aufzuteilen, wurde mittlerweile als überflüssig befunden, da davon ausgegangen wird das ca. 1 Mio. Flüchtlinge bis zum Ende des Jahres in Europa eintreffen werden.

 „Es steht fest, dass die größte Flut an Flüchtlingen noch bevorsteht, so ist auch klar, dass wir das Problem von ,offene Fenster und Türen' korrigieren müssen“, sagte Donald Tusk, Präsident des Europäischen Rates nach einem Sondertreffen.

„Jetzt sollte der Fokus auf Hilfeleistungen außerhalb Europas liegen nämlich Hilfe für die Flüchtlinge und Länder an den Grenzen der EU“, sagt Tusk laut der „Independent.“

„Heute sprechen wir über Millionen von potenziellen Flüchtlingen, die versuchen könnten, Europa zu erreichen, und nicht von ein paar Tausend“, so Tusk gegenüber dem „Express.“

„Es ist verständlich, dass noch mehr Flüchtlinge nach Europa strömen werden und nicht weniger. Besonders wenn sie das Gefühl haben, sie sind hier willkommen und dazu von Europa eingeladen worden.“

Sieh dir die Zustände auf der Griechischen Insel Lesbos an, wo Flüchtlinge gerade eintreffen:

 

 

Eine weitere Herausforderung, der sich die EU stellen muss, ist, dass die Flüchtlinge selbst entscheiden können, wo sie innerhalb der EU hingehen möchten. Der Hauptteil entscheidet sich dabei für Deutschland, wobei Bundeskanzlerin Angela Merkel von vielen Seiten kritisiert wird, die Flüchtlinge „eingeladen“ zu haben, nach Europa zu kommen.

„In der Tat war es der Eifer der Kanzlerin, der Deutschland zu einem Magneten für Flüchtlinge machte, während sie andere Länder ihrer Haltung wegen schelte, die es wagten, zu warnen, dass es wahrscheinlich keine gute Idee sei, alle aus dem Nahen Osten und Nordafrika nach Europa einzuladen“, schreibt Pat Flanagan vom „Irish Mirror.“

Ich denke, es steht außer Frage, dass man Flüchtlingen in Not helfen sollte, wenn sie auf der Flucht vor Kriegen oder politischer Verfolgung sind, jedoch sind viele dieser Flüchtlinge reine Wirtschaftsflüchtlinge.  Wäre in der Vergangenheit mehr von den wohlhabenden Ländern aus getan worden, um dazu beizutragen, die Lebensverhältnisse in den Entwicklungsländern und Regionen mit besonderen Schwierigkeiten zu verbessern, wäre das Thema Wirtschaftsflucht nicht in dem Maße ein Thema.

Aber gerade im Hinblick von IS und Bashar-Al-Assad und anderen despotischen Regimen muss eine klare Haltung gezeigt werden und nicht zugelassen werden, dass die Situation noch komplizierter wird.

„Es ist schockierend und gefährlich, dass zig Millionen EU-Bürger von politischen Führungskräften wie Merkel abhängig sind, die Entscheidungen zu ihren Gunsten und beeinflusst von starken Emotionen, die durch ein Foto ausgelöst wurden, trifft“, äußert Flanagan im Hinblick auf die Medienberichte über die Flüchtlingskrise, allen voran Berichten mit einem Foto eines syrischen Kleinkindes, dessen Körper an einen türkischen Strand angespült worden war.

Sieh dir den Video-Bericht an, um etwas über die aktuelle Situation zu erfahren:

 

 

 

Merkel hat sich nun für einen internationalen Ansatz ausgesprochen, um die Krise zu bewältigen.

„Nach dem Zweiten Weltkrieg waren niemals zuvor so viele Flüchtlinge unterwegs wie jetzt",

äußerte sich Merkel vor Kurzem gegenüber dem „Business Spectator“.

Merkel sprach von schätzungsweise 60 Millionen Flüchtlingen weltweit.

„Wir brauchen uns nur diese Anzahl [an Flüchtlingen] anzuschauen, um zu verstehen, dass das nicht nur eine Herausforderung für Deutschland darstellt oder für die EU, sondern, dass es sich hier um eine globale Herausforderung handelt, die es erfordert, dass jede Region, jedes Land, alle politischen Ebenen, alle Institutionen ihren Beitrag leisten, um die aktuelle Krise zu bewältigen. Dies schließt alles mit ein und alles muss Hand in Hand bewerkstelligt werden“, sagte Merkel.

Eine Umfrage vom „Focus“ zeigte, dass 48 Prozent der Deutschen Merkels Politik der „Offenen Türen“ nicht unterstützt und das nur 41 Prozent ihr „Rückendeckung“ geben.

 

 

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