170.000 Menschen verklagen Jiang Zemin in China – dies ist eine große Sache

29-09-2015 16:59:15 Autor:   Katy Mantyk Kategorien:   Gesellschaft , Menschenrechte

Falun Gong-Praktizierende halten einen Banner und nehmen Bezug auf Jiang Zemin, das ehemalige chinesische Oberhaupt, der die Verfolgung von Falun Gong angezettelt hat. Falun Gong-Parade in Manhattan, New York, 15. Mai 2015. (Edward Dye/Epoch Times)

Ja, das ist eine große Sache. Nicht nur, dass mehr als 170.000 Menschen seit Mai 2015 Klagen gegen Chinas ehemaligen Führer Jiang Zemin eingereicht haben, Millionen mehr planen, dies zu tun.

Zu allererst ist es eine sehr neue Entwicklung, dass eine Person tatsächlich eine Strafanzeige gegen einen Führer der Kommunistischen Partei Chinas (KPCh) einreichen kann, ohne eingesperrt oder getötet zu werden. Präsident Xi Jinping verfolgt den alten Führer und seine Kumpane wegen Korruption, und Falun Gong-Praktizierende nutzen diese Chance, um dazu aufzurufen, Jiang vor Gericht zu stellen und die jahrzehntelange Verfolgung gegen sie zu beenden.

Falun Gong-Praktizierende halten einen Banner vor dem Chinesischen Konsulat in Los Angeles, auf dem „Bringt Jiang Zemin vor Gericht“ steht. Jiang Zemin ist für den Beginn der Verfolgung von Falun Gong-Praktizierenden in China verantwortlich. Die drei Praktizierenden rechts zeigen die Strafanzeigen, die sie einreichen möchten. (Bild: Epoch Times)

Hintergrund

Der ehemalige Führer der KPCh verbot im Jahre 1999 die sehr beliebte Qigong-Meditationspraxis in China und gab den Befehl, sie aus der Gesellschaft zu beseitigen. Mit rund 100 Millionen Praktizierenden der traditionellen spirituellen Praxis sah der Führer der Kommunistischen Partei Chinas es als Bedrohung für seine absolute Macht an.

Das Meditieren im Park war vor der Verfolgung eine sehr beliebte Freizeitaktivität von Praktizierenden in China. (Bild: Kamin Pun/Facebook)


Sie wurden Opfer brutaler Folter, Gefängnis, Arbeitslager, Gehirnwäsche, und schließlich – besonders beunruhigend – des Organraubes an Millionen von Falun Gong-Gefangenen für das lukrative Organtransplantationssystem, das in China aufgebaut wurde. Sie wurden im Gefängnis als lebende Organanken gehalten.

Nach Epoch Times schätzen „Zwei kanadische Forscher […], dass zwischen 2000 und 2008 60.000 Praktizierende wegen ihrer Organe getötet wurden, während Ethan Gutmann, ein Autor, dessen Buch ‚The Slaughter‘ sich mit dem Thema befasst, sagte, dass die ‚Ernte‘ bis mindestens 2013 fortgesetzt wurde.“

 

Werden die Klagen funktionieren?

Mit derzeit weit über 170.000 Menschen mit Klagen gegen Jiang Zemin in so kurzer Zeit, Tendenz steigend, kann die „Strafanzeige gegen Jiang“-Bewegung wahrscheinlich sehr groß werden. Ob von der Staatsanwaltschaft tatsächlich Schritte wegen der Klagen gegen Jiang Zemin unternommen werden, ist unklar. Und ausgehend von der Vergangenheit, haben sie einfach nur Glück, dass sie nicht zusammengetrieben und ins Gefängnis geworfen wurden. Das letzte Mal als jemand versucht hat, eine strafrechtliche Klage gegen Jiang Zemin einzureichen, wurde er im Gefängnis zu Tode gefoltert.

Was passieren wird, ist, dass tausende, wenn die unglaubliche Anzahl der Praktizierenden und deren Familien, die in China verfolgt wurden, berücksichtigt werden, vielleicht sogar Millionen weiterer Menschen Anzeigen einreichen werden. Es ist eine Volksbewegung, die die Aufmerksamkeit auf die Verfolgung richten und dem aktuellen Führer zeigen wird, dass Gerechtigkeit für diesen Völkermord verlangt wird und die Verantwortlichen zur Verantwortung gezogen werden müssen.

„Zwischen dem 19. Juni und 25. Juni 2015 haben erstaunliche 13.109 Praktizierende und ihre Familien Klagen gegen Jiang eingereicht", so Minghui.org, eine Website, die sich der Berichterstattung über die Verfolgung gewidmet hat. Sie senden die jeweiligen Einzelfälle an das Oberste Volksgericht und die Oberste Volksstaatsanwaltschaft in Peking.

 

Weswegen klagen sie?

„Die Vorwürfe schließen Folter, Völkermord, Mord, außergesetzliche Tötung, staatlich sanktionierten Organraub und Menschenhandel, Vergewaltigung, sexuellen Missbrauch, Zwangsarbeit, illegale Festnahme und Inhaftierung, Machtmissbrauch, illegale Einschränkung der Religionsfreiheit, Diebstahl und Zerstörung von Eigentum ein", so Minghui.org.

Zhong Weiguang, ein Gelehrter des deutschen Totalitarismus, sagte der Epoch Times, dass die Kampagne ähnlich den Klagen gegen den Nazi-Diktator Adolf Hitler sei.

 

 

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