Gericht urteilt: Behindertenbeihilfe für Frau, die allergisch auf Elektronik reagiert

10-09-2015 16:31:52 Autor:   Troy Oakes / E.R. Kategorien:   Forschung , Menschen

Die 39-jährige Marine Richard, sagte, das Urteil sei ein Durchbruch für jeden, der an EHS leide. (Bild: Pixabay/ CC0 Public Domain)

Eine Frau behauptet, durch den Kontakt mit künstlich erzeugter elektromagnetischer Strahlung sei sie geschädigt worden. Ein französisches Gericht stuft sie als eine durch Strahlung geschädigte Person ein. Entsprechend ihrer Forderung soll sie für drei Jahre 680 € Behindertenbeihilfe monatlich erhalten.

Es geht um den Fall Marine Richard, 39 Jahre alt. Nach der Verhandlung sagte Richard, das Urteil sei ein Durchbruch für jeden, der ebenfalls an EHS (Elektromagnetischer Hypersensitivität) leidet. Ihre Anwältin Alice Terrasse sieht die Entscheidung gar als Präzedensfall an, der für „Tausende Leute“ ein Wegbereiter sei, so sagte sie zu „The Times“.

Ist Elektromagnetische Hypersensitivität real?

 

 

Die Allergie, unter der die Frau zu leiden behauptet, richtet sich gegen elektomagnetische Strahlung, die z.B. durch neue Technologien wie Handys erzeugt wird. Das Gericht sprach ihr deshalb Anspruch auf Behindertenbeihilfe zu.

Im Urteil erkennt das Gericht an, dass die Symptome Frau Richard vom Arbeiten abhalten. Als Krankheit wurde EHS jedoch nicht anerkannt. Frankreich ist nur eines von vielen Ländern, in dem EHS nicht als medizinische Störung anerkannt wird.

Einige Experten nehmen an, dass EHS durch den Nocebo-Effekt verursacht wird, bei dem das Wissen über die vorhandene Wifi-Strahlung dazu führt, dass der Körper denkt, sich jetzt unwohl fühlen zu müssen. Das kann eine Erklärung sein und geschieht sicherlich auch. Dennoch gibt es andere Experten, die in einem Appell an die United Nations richten, mit der Forderung nach Richtlinien die von der UN festgelegt werden um Menschen vor elektromagnetischer Strahlung zu schützen.

 

 

Martin Blank war vor seinem Ruhestand Spezialdozent an der Columbia University für den "Effekt elektromagnetischer Strahlung auf unsere Zellen". Er sagte: „Sie beschädigen die lebenden Zellen in unserem Körper und töten viele von uns vorzeitig.“

Frau Richard lebt jetzt alleine in den Bergen im Süd-Westen Frankreichs. Wasser bekommt sie aus einem Brunnen und wohnen tut sie in einer umgebauten Scheune ohne Elektrizität. Das ist doch ein ganz schön großer Unterscheid zu ihrem alten Job als Produzentin für Radiodokumentationen.

 

 

 

 

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