Die chinesische Börse ein Schlachtfeld

14-07-2015 15:07:36 Autor:   von Hannelore Kategorien:   Gesellschaft , Politik , Welt

Börsenkurs auf Talfahrt (Bild: NTDTV)

Die KPCh hat ca. 80 Millionen Parteimitglieder. Aber diejenige, die täglich als Bürger die Börse für ihre Geschäfte nutzen, sind mehr als 90 Millionen. Wang Qishan ist als ehemaliger Vizepremier für Finanzen und Wirtschaft ein Finanzexperte was den chinesischen Markt angeht.

Xi Jinping und Wang Qishan im Gespräch (Bild: NTDTV)

 In China gibt es überall „große Tiger und kleine Fliegen“ (Mächtige und weniger Mächtige die mitmachen) die während der Antikorruptionskampagne nacheinander abstürzten. Nur im Bereich der Finanzwirtschaft ist es angeblich so sauber und es gibt keine Korruption. Wang Qishan hat diesen Bereich nie berührt, der von der Gefolgschaft Jiang Zemins und seinem Kumpanen Zeng Qinghong durchsetzt ist. Er weiß, während der Antikorruptionskampagne muss er die chinesische Finanzwelt meiden. Er will diesen Bereichen nicht berühren. Er fürchtet, das irgendwann ein großes Ereignis passieren wird. Vor zwei Jahren betonte er, dass die Antikorruptionskampagne nur die Oberfläche berührt. Sie löst die Probleme nicht grundlegend. Mit der Korruptionsbekämpfung löst man nicht die grundlegenden Probleme der KPCh. „Wir müssen nur Zeit gewinnen."

Dann fiel plötzlich der Börsenkurs stark nach unten, immer weiter.

Fallender Börsenkurs (Bild: NTDTV)

 Am 15. August möchte Premierminister Li Keqiang die Börsenturbulenzen beenden.

Wang Qishan ist Fachmann auf dem Gebiet der Finanzwirtschaft. Aber da er so viel Fachwissen auf diesem Gebiet besitzt, sind seine Befürchtungen auch dementsprechend groß, dass es zu einem gewaltigen Börsencrash kommen könnte. Das Lager um Jiang Zemin spürt diese Furcht und nutzt sie um Druck auszuüben aus. Die Familie Jiang Zemins und die Familie Zeng Qinghongs steuern die Börsengesellschaften und damit auch die Börsenaktien und die Kurse. Die Börse ist das letzte Schlachtfeld für den Kampf mit den letzten „großen Tigern“.

Wenn die aktuellen Turbulenzen an der Börse, die durch Jiang Zemin und Zeng Qinghong künstlich erzeugt wurden, von Xi Jinping gut überstanden werden wird er Jiang Zemin und seine „Clique“ festnehmen. Denn sonst wird es immer wieder zu Problemen an der chinesischen Börse kommen. Die chinesische Börse ist der letzte Ort wo Jiang und seine kriminelle Gefolgschaft Unruhe verbreiten kann. Ihr Spielraum wird jedoch immer kleiner. Sie können Xi Jinping nicht töten, aber sie versuchen Xi Jinping Schwierigkeiten zu machen. Das Ziel ist durch den zunächst künstlich aufgeblähten Aktienkurs und die dann erzeugten fallenden Kurse die Bevölkerung zu verunsichern und gegen Xi Jinping aufzubringen. Denn die Parteiführung wird dann in der Kritik stehen und sollte sie das Problem nicht lösen können das Vertrauen der Bevölkerung verlieren. Dies soll die Antwort auf Xi Jinpings Aktionen im Rahmen seiner Antikorruptionskampagne sein, bei denen die „Tiger“ wie Bo Xilai und Zhou Youkang zu Fall gebracht wurden. Der letzte Akt des Bühnenstücks rückt näher...

 

Der Inhalt des Kommentar gibt die Ansichten des Autor wieder.

 

 

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