Furchtbare Tragödie in China: Vier zurückgelassene Kinder begehen Selbstmord

22-06-2015 14:36:42 Autor:   Iris Lu Kategorien:   Gesellschaft

Ein zurückgelassenes Kind, mit einem Ausdruck in seinen Augen, der es älter macht, als es ist. (Bild: pconline.com)

Die Vielzahl der zurückgelassenen Kinder ist ein einzigartiges Phänomen in der heutigen chinesischen Gesellschaft. Da Millionen von Wanderarbeitern vom Land in die Städte ziehen, um dort Geld zu verdienen, lassen sie ihre Kinder in den entlegenen Dörfern zurück. Diese Kinder sind dann größtenteils auf sich allein gestellt.

Bereits in jungen Jahren lernen die zurückgelassenen Kinder Chinas, wie man für sich selbst sorgt:

Die mangelnde Fürsorge und die fehlende Aufsicht durch die Eltern machen die Kinder zu „leichten Opfern“ für sexuelle Verbrechen oder Belästigungen. Auch die lange Trennung von ihren Eltern stellt für die Kinder eine starke psychische Belastung dar. Wie besorgniserregend die Situation der verlassenen Kindern ist, zeigte auch der Tod von fünf verlassenen Jungen, die im Jahre 2012 in Guizhou in einem Müllcontainer tot aufgefunden wurden. Die fünf Kinder starben an einer Rauchvergiftung, als sie versuchten in dem Müllcontainer, der ihre Zufluch und ihr Zuhause war, ein Feuer anzuzünden.

Vor Kurzem geschah eine weitere schreckliche Tragödie, ebenfalls in Guizhou, in der wieder zurückgelassene Kindern involviert waren. In der Nacht vom 9. Juni wurden vier Kinder leblos in ihrem Haus in der Provinz Guizhou gefunden. Ein Junge und seine drei Schwestern wurden in ihrem armen Dorf schutzlos und ohne jegliche Fürsorge zurückgelassen. Sie begingen gemeinsam Selbstmord, indem sie ein Schädlingsbekämpfungsmittel tranken. Der älteste Junge war dreizehn, seine jüngste Schwester gerade einmal fünf Jahre alt.

Zhang Shigui ist der Onkel der vier Kinder und lebt ebenfalls im Dorf. Als er die vier Kinder fand, lagen sie bereits neben einer leeren Flasche mit Pestiziden auf dem Boden. Die Dorfbewohner alarmierten sofort die Polizei, aber es war schon zu spät.

Die Dorfbewohner erzählten dem Reporter von „The Paper News“, dass der Vater die vier Kinder Anfang des Jahres verließ, um in der Stadt zu arbeiten. Die Mutter war bereits vor einem Jahr weggezogen. Die Großeltern waren entweder schon gestorben oder zu alt, um sich um die Kinder zu kümmern.

Nach Angaben von Zhang mussten die Kinder die Schule abbrechen, da sie kein Geld hatten. Ihre Nahrung bestand einzig aus dem Mais, den der Vater im letzten Jahr angepflanzt hatte. Die vier Kinder mahlten den Mais zu Mehl, aber sie hatten kein Sieb, um die groben Bestandteile des Korns auszusieben.

Tagebücher der zurückgelassenen Kinder:

Zhang sagte dem Reporter, dass die Kinder gute Kinder gewesen waren und trotz ihrer großen Armut anderen Menschen niemals Probleme bereitet hatten.

Auf der von ihrem Vater hinterlassenen Telefonnummer konnte niemand erreicht werden.

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