26. Jahrestag des Studentenmassakers auf dem Platz des „Himmlischen Friedens“ (Tiannamen-Platz) in Peking: Warum gibt es seit 26 Jahren in der internationalen Gesellschaft immer zweierlei Meinungen dazu?

02-06-2015 14:07:39 Autor:   Peng Xiaoming Kategorien:   Menschenrechte , Nachrichten , Politik

Studentenmassaker (Foto:Internet)

Aus internationaler Sicht stellen die Ereignisse vom 4. Juni 1989 auf dem Platz des „Himmlischen Friedens“ ein Wendepunkt dar. Nicht nur Herr Gorbatschow, sondern auch die Reporter fast aller Presseagenturen der Welt haben die Studentenbewegung mit eigenen Augen gesehen. Das Blutbad schockierte alle.

Das Politbüro der SED und die Befehlshaber der Roten Armee hatten auf einmal Angst vor den Auswirkungen des Erscheinens von friedlichen Demonstranten in Leipzig und in Ostberlin, weil es vielleicht zu einer ähnlichen Lage in der DDR kommen könnte. Wenig später nach den Geschehnissen auf dem Platz des „Himmlischen Friedens“ in Peking fiel die Berliner Mauer zusammen, dann brach die UdSSR zusammen. Der „Kalte Krieg“ ging zu Ende. Die Pekinger Studenten haben mit ihrem Blut eine neue Epoche der Weltgeschichte eingeleitet.

Aber in China hat das kommunistische Regime (Anm. d. Redaktion: Kommunistische Partei Chinas - KPCh) nur die Gefahr bemerkt, dass der Kommunismus allein nicht in der Lage ist, das Regime zu retten. Die chinesische Regierung (also die Führung der KPCh) glaubte, dass nur eine totalitäre Diktatur mit kapitalistischer Marktwirtschaft sie vor dem Ende bewahren könnte. Deswegen sperrt und tilgt die chinesische Regierung alle Informationen über das Massaker. Fast niemand unter 50 Jahren weiß genau, was sich damals auf dem Tiananmen-Platz in Peking wirklich zugetragen hat.

Vor einigen Tagen setzte eine Gruppe von chinesischen Auslandsstudenten in den USA einen offenen Brief an ihre Kommilitonen in China auf und wir hätten es nicht besser sagen können: Im Informationszeitalter sollten alle Chinesen die Möglichkeit haben, die ganze Geschichte und die volle Wahrheit zu erfahren! Ein demokratisches China ist die Zukunft aller Chinesen!

Bemerkung:
Dieser Artikel vertritt die Meinung und Analyse des Autors und spiegelt nicht zwangsläufig die Meinung und Ansichten der Redaktion wieder.

 

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