Geschätzte chinesische Journalistin zu sieben Jahren Haft verurte

24-04-2015 13:11:50 Autor:   James Burke Kategorien:   China , Gesellschaft , Menschenrechte

Gao Yu gehört zu den Journalisten die ihr Ziel mutig verfolgen. Sie hat in ihren Berichten mutig den Rahmen der kontrollierten chinesischen Massenmedien verlassen. Wegen ihrer Aufrichtigkeit der Berichterstattung wurde sie von den chinesischen Behörden drangsaliert.

Nachdem Gao Yu 1989 über das Massaker am Platz des Himmlischen Friedens berichtete, wurde Gao zusammen mit anderen berühmten Intellektuellen zu 15 Monaten Gefängnis verurteilt. Der Sender BBC berichtet, dass Gao weitere fünfeinhalb Jahre im Gefängnis verbringen musste, nachdem sie in den 90er Jahren Dokumente der Chinesischen Kommunistischen Partei, unter denen sich die Rede des damaligen Oberhauptes der Kommunistischen Partei Jiang Zemin befand, an eine Zeitung in Hongkong weitergegeben hatte.

Vor rund einer Woche verurteilte ein Gericht die 71-jährige Journalistin zu weiteren 7 Jahren Gefängnis, weil sie Staatsgeheimnisse an einen Ausländer weitergegeben haben soll. Diesen Punkt bestreitet die Journalistin vehement.

„Keine Ausnahme für ältere Menschen: China verurteilt die 71-jährige Journalistin Gao Yu zu 7 Jahren Gefängnis."

Sie wurde schon vor einem Jahr festgenommen.

Obwohl die Chinesischen Beamten es nicht bestätigt haben, soll das sogenannte Staatsgeheimnis ein internes ideologisches Dokument der Kommunistischen Partei sein, bei dem es sich um das „Dokument Nr.9“ handeln könnte. Laut BBC soll „das Dokument zu massiven Einschränkungen der Demokratie, der Zivilgesellschaft und der Presse aufrufen.“

Das CPJ, ein Komitee zum Schutz von Journalisten erklärte, dass Gao als freiberufliche Journalistin arbeitete und für chinesische Medien in Hongkong und im Ausland über Politik, Wirtschaft und gesellschaftliche Trends geschrieben habe.

CPJ verkündete: „Sie wurde mit internationalen Preisen ausgezeichnet, darunter dem Guillermo Cano World Press Freedom Prize, der ihr 1997 von der UNESCO verliehen wurde.“

„Chinesische Journalistin Gao Yu wurde zu 7 Jahren Haft verurteilt, weil sie "Staatsgeheimnisse" verraten haben soll..."

In der Zeit vor dem Gerichtsverfahren, das in November 2014 geführte wurde, veröffentlichte das staatliche Fernsehen ein Video mit sehr schlechter Bildqualität, in dem Gao einen „großen Fehler“ zugibt, sie gab später an, dass die Aussage unter Druck gemacht wurde.

Gaos Verurteilung rief eine Flut von Kritik empor, angefangen seitens offizieller Vertreter wie Raphael Droszewski, dem ersten Sekretär der EU-Delegation in China (zu sehen im oberen Video), und der Deutschen Welle, bis zu führenden NGOs wie Human Rights Watch und Amnesty International.

„Sie ist das Opfer von vage formulierten und willkürlichen Gesetzen zum Schutz von Staatsgeheimnissen. Sie werden gegen Aktivisten im neuen Angriff der Behörden gegen die Meinungsfreiheit eingesetzt,“ sagte William Nee, China-Referent von Amnesty International.

„Gao Yu ist eine politische Gefangene. Sie wird nur festgehalten, weil ihre Ansichten die Regierung herausfordern. Sie muss sofort und bedingungslos freigelassen werden.“

Gegenwärtig sind in China 44 Journalisten inhaftiert, das ist mehr als in jedem anderen Land der Welt.

Hier ist eine andere Reportage zu Gaos Verurteilung:


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