Anonymous soll dafür bezahlt werden den IS zu hacken, sagt ein Experte der US-Verteidigungspolitik

03-04-2015 12:41:31 Autor:   James Burke Kategorien:   Menschen , Menschenrechte , Nachrichten

Die US-Regierung sollte sich mit Anonymous verbünden, um gegen den IS zu kämpfen, sagt ein Experte für Verteidigungspolitik in den USA. (Bild: 6934233521_ff46352458_z)

Stellen sie sich vor, der Islamische Staat (IS) würde sein Präsenz im Internet verlieren. Was wäre das für eine bessere digitale Welt. Keine Bilder von Enthauptungen, keine abscheulichen Drohungen oder wütende Propaganda mehr.

Stellen sie sich vor, der Islamische Staat (IS) würde sein Präsenz im Internet verlieren. Was wäre das für eine bessere digitale Welt. Keine Bilder von Enthauptungen, keine abscheulichen Drohungen oder wütende Propaganda mehr. Es wäre außerdem ein schwerer Schlag für ihre gesamten Operationen.

Wir würden alle erleichtert sein, wenn das Gute über das anmaßende Böse siegen würde, zumindest in diesem Gebiet. Angesicht dessen, was der Islamische Staat online fabriziert, ist es gegenwärtig nichts weiter als ein Wunschdenken. Die bösartigen Dschihadisten benutzen geschätzte 45.000 Twitter Accounts, um täglich 200.000 Tweets und Re-Tweets zu senden, sagte die Brookings Institution, eine gemeinnützige Wissenschaftsorganisation.

Ein Bild von ISIS-Kämpfern auf Twitter. Es ist eines ihrer weniger grauenhaften Bilder(Bild: Twitter)

Währenddessen, trotz militärische Streitkräfte, war die USA bis jetzt nicht dazu in der Lage, den Islamischen Staat davon abzuhalten, ihre Nachrichten zu verschicken. Um dem entgegenzuwirken, hat Emerson Brooking, ein Experte für Verteidigungspolitik in den USA, über den Tellerrand hinausgeschaut.

In einem Artikel der „Foreign Policy“ argumentierte Brooks, dass die USA darüber nachdenken sollte, die Hackergruppe Anonymous zu unterstützen, um den Kampf gegen den IS weiter voranzutreiben. Eine Vorgehensweise wie diese, ist das, was wir brauchen, um online effizient gegen den IS vorgehen zu können, sagte Brooks

„Eine reelle, nachhaltige Lösung erfordert ein unorthodoxes Denken und Anerkennung für das Internet, wie es heute ist. Locker miteinander verbundene Hacker verbrachten Jahre damit, ihre Fähigkeiten zu verbessern, mit denen sie genau in diesem Bereich eingreifen und verwirren können. Sie hassen den IS und alles, wofür er steht, auch. Warum nicht mit ihnen zusammenarbeiten?“ schrieb er.

Anonymous erreichte schon eine beachtliche Leistung und beschädigte die sozialen Medien des IS mit ihrer #OpISIS. Die Zeitung „International Business Times“ berichtete, dass die Gruppe schon Dutzende von Webseiten zerstörten. Schau dir dazu das Video von Anonymous „#OpISIS. Die Zeitung „#OpISIS Continues“ unten an.

Brooking meinte, dass die US-Regierung ihre angespannten Beziehungen zu Anonymous verbessern sollte, da die Hacker moralische Richtlinie besäßen.

„In der Regel verabscheuen Hacker Mobbing, Scheinheiligkeit und Fundamentalismus. Der Islamische Staat könnte kein besseres Ziel darstellen“, schrieb er. Er sagte, das Anonyomous im online-Kampf gegen den IS Unterstützung fordert und dass die USA die Hackern mit einem finanziellen Anreiz in Form von virtuellem Geld fördern sollte.

„Solange die Initiative Aufmerksamkeit auf sich zieht und die Bezahlung schnell, zuverlässig und fälschungssicher erfolgt - kritisch, wenn man mit Hackern verhandelt - könnte es neue Tore im digitalen Krieg gegen den IS öffnen“, schrieb Brooking.

Bereits jetzt bemühen sich die Administratoren der sozialen Medien die Konten der Dschihadisten stillzulegen, aber das ist nicht schnell genug, denn neue Konten der Dschihadisten schießen wie Pilze aus dem Boden. Eine offene Hacker-Armee könnte jene Bemühungen unterstützen, neue Knoten im Netzwerk des Islamischen Staates identifizieren und zu dem Zeitpunkt zerstören, in dem die Dschihadisten neue Anhänger anlocken.“

Also, was sagt ihr dazu, Anonymous? 

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