Was gibt's besseres als diese Wolkenkratzer aus Holz, um dem Klimawandel vorzubeugen?

29-03-2015 12:33:51 Autor:   Troy Oaks Kategorien:   Gesellschaft , Gesellschaft , Technologie , Umwelt

Neue Wolkenkratzer werden zum größten Teil aus Holz gebaut werden. (Bild: CC0 Public Domain)

Mit den neuen Wolkenkratzern, die sich an die Zeit des Klimawandels angepasst haben, geht die Zeit des Zements, Stahls und Glases ihrem Ende entgegen. Diese zwei Wolkenkratzer aus Holz, ja, du hast richtig gehört aus Holz, werden unsere Wohnart und -weise ändern.

Der ca. 84m große Wolkenkratzer aus Holz, der in der Stadt Wien im Stadtteil Seestadt Aspern gebaut wird. (Bild: Rüdiger Lainer und Partner)

Der erste Wolkenkratzer wurde von dem Architekturbüro Rüdiger Lainer + Partner entworfen. Das Projekt heißt HoHo und wird bei seiner Fertigstellung ca. 84m hoch sein.

Das wird ihn zum größten Wolkenkratzer aus Holz machen.

Der Baubeginn ist für das Jahr 2016 angesetzt, wird ca. 61 Millionen Euro kosten und im Stadtteil Seestadt Aspern in Wien gebaut werden. Der Wolkenkratzer wird aus 24 Stockwerken bestehen, auf denen eine Restaurant, ein Hotel, Büros und Wohnungen Platz finden sollen.

Der HoHo Wolkenkratzer wird Wohnungen, ein Hotel und einen Wellnessbereich beinhalten. (Bild: Rüdiger Lainer und Partner) 

Das Gebäude wird zu 76 Prozent aus Holz bestehen, somit können etwa 2.800 Tonnen an CO2-Emissionen eingespart werden, wenn Holz anstelle von herkömmlichen Materialien verwendet wird. Jetzt wunderst du dich bestimmt, was im Fall eines Feuers passieren wird, nun, die Wiener Feuerwehr wird in Zusammenarbeit mit dem Architekturbüro eine erweiterte ausfallsichere Sprinkleranlage installieren.
 
Warum soll Holz benutzt werden? Auf diese Frage gab die Projektentwicklerin Caroline Palfy von Kerbler diese Antwort: „Ich denke, es ist wichtig, dass heute in 2014 jeder anders denkt. Wir haben Holz, welches ein ideales Baumaterial für Gebäude ist. Es wurde schon vor 200 Jahren benutzt, es war damals schon makellos und ist es heute ebenfalls.“
 
Das Video zeigt dir alles über den elastischen Holzriesen:

 

Der zweite Wolkenkratzer kommt von den Architekten der Firma Weingartner, die ein Konzept unter dem Aspekt entwickelt haben, sich dem Klimawandel, der Flächenknappheit und dem Ressourcenmangel anzupassen. Dieses Projekt hat den Namen „Elastic Woodscraper II" und wurde im Sinne der Nachhaltigkeit und Energieeffizienz entworfen. Das Gebäude wird zu 70 Prozent aus Holz bestehen, das lokal produziert wird. Es wird 200 Meter hoch sein und soll 300 Menschen Platz bieten.

Elastic Woodscraper II, Wohnzimmer (Bildschirmfoto/Youtube)

Dem Konzept nach sollen 14 vorgefertigte hölzerne „Wolkenwürfel" an einen zentral gelegenen ­Betonkern montiert werden. Jeder Wolkenwürfel besteht aus 3 Stockwerken mit 15 Wohnungen, und wird über einen Spielplatz, eine Sauna, eine Dachterrasse, sowie einen Pool verfügen. Außerdem wird jeder Würfel eine Eingangshalle, ein Café, einen gemeinsamen Grillplatz und ein Fitnessstudio haben.

Elastic Woodscraper II. (Bildschirmfoto/Youtube)

Der Wolkenkratzer wird eine automatische Etagenheizung, Solarzellen, eine moderne Lüftungsanlage mit Wärmerückgewinnung, ein Blockheizkraftwerk, Windturbinen und eine Wärmepumpe besitzen. Das Projekt soll in der Schweiz gebaut werden, und befindet sich schon im Endstadium der Entwicklung. Eine möblierte Innenausstattung und eine ­Skybox-Konstruktion kosten in Deutschland um die 4,6 Millionen Euro. Hinzu kommt noch eine dreistöckige Tiefgarage und eine voll ausgestattete Eingangshalle, dadurch belaufen sich die Gesamtkosten auf ca. 20 Millionen Euro.
 
Es ist großartig, dass zwei Firmen in die Zukunft blicken und sich bewusster für die Umwelt und gegen den Klimawandel einsetzen. Wir sind auf weitere Entwicklungen gespannt.

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