Mumie in Meditationsposition gefunden: Ist es der legendäre mongolische Lama?

09-03-2015 12:05:36 Autor:   The Epoch Times Kategorien:   Entdeckungen , Mystery

Dashi-Dorzho Itigilov (1852-1927). Am 27. Januar 2015 wurde eine Mumie in der Meditationsposition im Lotussitz gefunden. In der Mongolei wird vermutet, dass es möglicherweise Itigilov sein könnte. (Wikimedia Commons)

In der örtlichen Ausgabe der Morgennachrichten „The Morning News“ wurde veröffentlicht, dass am 27. Januar in der Mongolei eine Mumie gefunden wurde, die in Meditation in der Lotussitz-Position sitzt. Nach ersten Schätzungen ist die Mumie mehr als 200 Jahre alt.
 
„The Morning News“ berichtete, dass die Umstände der Entdeckung in der Provinz Songinokhairkhan noch unklar sind. Der Körper wurde mit Tierhaut bedeckt aufgefunden und in das Nationalzentrum für Gerichtsmedizin, in die mongolische Hauptstadt Ulaanbataar, für weitere Untersuchungen gebracht.
 
Laut Bericht vermutet man bei dem Verstorbenen, dass er ein tibetischer Lama gewesen ist, vielleicht Dashi-Dorzho Itigilov, der im Jahr 1852 geboren worden war.

Mumifizierter Mönch ist „nicht tot“ und in einem ungewöhnlichen meditativen Zustand, sagt ein Experte.  (Bild: Siberian Times https://twitter.com/siberian_times/status/562317851550564352/photo/1)

Dies ist eine faszinierende Geschichte von Itigilovs Körper. Angeblich wurde sein Körper seit seinem Tod schon mehrmals „gefunden“;  wenn es diesmal wirklich sein Körper ist, wäre seine „Wiederentdeckung“ noch bedeutsamer.
 
Die New York Times berichtete im Jahr 2002, dass Itigilov seinen Schülern vor seinem Tod sagte, dass sie 30 Jahre nach seinem Tod seinen Körper anschauen sollten.
 
Als er starb, saß er meditierend in der Lotussitz-Position und sang ein Todesgebet. Die Geschichte besagt, dass sein Körper nicht verfallen war, als seine Schüler nach 30 Jahren nach ihm schauten. In dieser Zeit waren durch das sowjetische Gesetz religiöse Aktivitäten schwierig und die Nachfolger schenkten dem Körper wenig Aufmerksamkeit, sondern verbargen ihn ein weiteres Mal.
 
Der Körper wurde im Jahr 2002 von einem wissensdurstigen jungen Lama namens Bimba Dorzhiyev wiederentdeckt, der Itigilovs Ruhestätte aufgespürt hatte. Dutzende von Augenzeugen, zwei gerichtsmedizinische Experten und ein Fotograf waren bei der Enthüllung von Itigilovs Körper anwesend. Die New York Times berichtete: „Die Lamas, die den Sarg öffneten, trugen chirurgische Masken, aber sie hätten keine benötigt, denn der Körper von Itigilov war unversehrt.“

Der Körper wurde wieder an einen geheimen Ort gebracht, wo es nur Lamas erlaubt war, ihn zu sehen.

Eine Praktik die in Japan als Sokushinbutsu bekannt ist, war bei der Selbst-Mumifizierung der buddhistischen Mönche von Bedeutung. Vor dem Tod musste der Mönch eine strikte Diät einhalten und in tiefe Meditation versinken. Wenn die Selbstkonservierung des Mönchs nach seinem Tod erfolgreich war, wurde sein Körper oft in einen Tempel gebracht und verehrt. Dieser Erfolg wird als ein Zeichen betrachtet, einen geistigen und auch körperlichen Zustand erreicht zu haben, der über die Gebrechlichkeit des alltäglichen menschlichen Lebens hinausgeht.

Mit der Erlaubnis von The Epoch Times veröffentlicht.

200 Jahre alte „meditierende Mumie" in der Mongolei gefunden. (Bild: Siberian Times https://twitter.com/siberian_times/status/560369234262626304/photo/1)

 

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