Birma verhökert seine letzten Tiger an China

25-01-2015 11:03:08 Autor:   Ben Grinberg Kategorien:   China , Tiere , Umwelt

Junger südchinesischer Tiger. (Bild: J.Patrick Fischer/Wikipedia)

Der Verkauf von gefährdeten birmanischen Wildtieren steigt rapide an.

In den letzten acht Jahren hat sich der Absatz von Tigereinzelteilen in Mong La, einer Stadt an der chinesisch-birmanischen Grenze, verdreifacht. Da Tiger seltener geworden sind, erhöhte sich der Handel mit Einzelteilen anderer Wildkatzen, wie Nebelparder, Leoparden, Bengalkatzen und der asiatischen Goldkatze. Genauso wie das Geschäft mit Stoßzähnen von Elefanten.

Nebelparder (Bild: Wikipedia)

Laut einer Untersuchung, die die Zeitschrift „Biological Conservation“ veröffentlichte,

werden meistens Klauen, Schädel, Eckzähne und Felle verkauft.

Es gibt Dutzende Geschäfte in Mong La, die chinesische Touristen und Händler mit Einzelteilen von Wildkatzen beliefern. Die Stadt entwickelt sich zu einem Zentrum für den Handel von Wildtierprodukten, darunter Tigerteile und Elfenbein aus Afrika. Das Elfenbein wurde möglicherweise aus China eingeführt.

„Viele dieser Produkte, besonders Fleisch von wilden Tieren und Wein aus Tigerknochen, werden in Mong La von chinesischen Touristen verzehrt“, sagt Thomas Grey aus dem World Wildlife Fund (WWF), der sich in der Mekong-Region befindet.

Birmanische Landschaft (Bild: Khaipi/Flickr)

 Der Tigerhandel ist in China und Birma offiziell verboten. Es ist aber nicht verwunderlich, dass das Gesetz nur auf dem Papier wirkt, da keines der beiden Länder es wirklich durchsetzen möchte.

China hat allgemein kein Interesse daran, Gesetze durchzusetzen, die über seine Verpflichtungen hinausgehen. In Birmas Fall, gibt es neben dem Problem der Korruption noch eine politische Spaltung. Dadurch kontrollieren bewaffnete Gruppen eigenständig verschiedene Teile des Landes, darunter auch Mong La.

Der Handel mit Einzelteilen von Wildkatzen ist an der thailändischen Grenze hingegen sehr stark gesunken.

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