Naturschützer in Simbabwe: „China raubt Elefantenbabys“

07-01-2015 10:37:24 Autor:   Ben Grinberg Kategorien:   China , Tiere , Umwelt

Junge Elefantenbullen an einem Wasserloch im Hwange-Nationalpark in Simbabwe. (Bild: JackyR/Wikipedia)

Laut The Zimbabwe Independent versuchen Naturschützer in Simbabwe den Export von Elefantenbabys nach China zu stoppen.
 
Mehr als dreißig wilde Elefantenbabys aus dem Hwange-Nationalpark wurden gefangen. Sie warten auf die Zollabfertigung und danach auf den Transport nach China.
 
Chinesische Funktionäre und andere wohlhabende Individuen haben eine gewisse Anzahl an Tieren bestellt, einschließlich dreißig Löwen, von denen sieben schon gefangen wurden.
 
Johnny Rodrigues, der Leiter von Simbabwes Naturschutz-Eingreiftruppe, sagte The Zimbabwe Independet:
 
„Die Elefanten sind zwischen zweieinhalb und fünf Jahren alt. Unsere Ermittler sahen die Tiere und versuchten Fotos zu machen, wurden aber davon abgehalten. Die Sicherheitsbestimmungen sind dort sehr streng. Ihnen wurde gesagt, dass die Tiere in LKWs nach Maputo in Mosambik transportiert werden. Von dort, in einen Frachter für lebendes Gut umgelagert, erfolgt der Versand nach China.“
 
Es ist sehr wahrscheinlich, dass das staatliche Personal die Elefantenbabys noch vor der Entwöhnung von ihren Elefantenmüttern gefangen hatte.
 
Im Jahr 2012 wurden vier junge Elefanten von Simbabwe nach China verschifft, von denen zwei kurz nach ihrer Ankunft starben.
 
Letztes Jahr waren chinesisches Marinepersonal und Spitzenfunktionäre in Elfenbeinwilderei Tansanias verstrickt.
 
Simbabwe ist der führende Gegner des illegalen Handels mit afrikanischen Wildtieren. Bei der letzte Löwenzählung im Hwange-Nationalpark hatte man 83 Löwen gezählt. Zwei Jahre zuvor waren es noch 200 gewesen. Löwen und Löwenknochen genießen eine anhaltend hohe Nachfrage in Asien; nur das Interesse an Tigern ist noch höher.
 

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