Englische Medien berichten: Die problematische Situation des chinesischen Bankwesens kann zu einer globalen Krise führen

29-06-2014 06:00:38 Autor:   Shi Tao Kategorien:   Wirtschaft , Wirtschaft

Shi Tao.

Vor kurzem habe ich mich, in meiner letzten Sendung, auf das Buch „2014 starker Zusammenbruch“ bezogen. Daraufhin haben mir einige Bekannte auf Twitter geschrieben: „Bruder Tao, wo kann man das Buch kaufen?“ Ich sagte ihm, dass man es anscheinend in Hongkong kaufen kann. Unter uns gesagt, ich habe das Buch noch nie gelesen. Wenn ich das jedoch erwähne, würde sofort jemand sagen: „Wie kannst du über ‚gesellschaftlichen Zusammenbruch‘ sprechen, wenn du dieses Buch noch nicht mal gelesen hast?“ In vorherigen Berichten haben wir bereits folgende Frage angesprochen: Was ist die Basis allen Lebens? Die Basis allen Lebens ist der Mensch selbst. Jeder einzelne Bürger hat seinen Beitrag dazu geleistet, die chinesische Gesellschaft zu bilden. Eine solche Gesellschaft wird durch Vertrauen gebildet. Wenn das gegenseitige Vertrauen zwischen den Menschen im Zuge der Zeit verloren gegangen ist, wird es zu Komplikationen in der Gesellschaft kommen. Als Folge dessen wird die Gesellschaft zusammenbrechen und alles andere mit ihr Zugrunde gehen.

Ein Artikel von BBC im Internet berichtete von einem englischen Medienapparat, der die Worte „die problematische Situation des chinesischen Bankwesens kann vielleicht eine globale Krise hervorrufen“ veröffentlicht hatte. „The Daily Telegraph“ zitierte in seinem Bericht die Worte von Charlene Chu, einer ehemaligen, sehr qualifizierten Analytikerin von Fitch Ratings: „Das chinesische Finanzsystem hat immer große Fremdwährungsanleihen, was dem internationalen Banksystem ein großes Risiko bringt. In einer Periode der Vergangenheit war die Finanzlage in China stabil, weil die Abhängigkeit von dem ausländischen Kapital sehr gering war. Aber das hat sich jetzt geändert, da China nun leichter von den ausländischen Investoren beeinflusst wird.“

Was wollte Chu damit sagen? Fakt ist, dass es auf der Welt viele Finanz-Magnaten (Finanzgrößen) gibt. Als Beispiel nennen wir an dieser Stelle die repräsentative Finanzgröße George Soros. Wenn das Finanzwesen einer Region, oder einer Regierung, mit dem der internationalen Gesellschaft verknüpft ist, haben solche Finanz-Magnaten die Chance, anhand der globalen Situation und der regionalen Finanz- und Währungssituation opportunistisch zu handeln. Dieses alleinherrschaftliche Handeln schadet dem regionalen Finanzwesen unmittelbar. Bezugnehmend auf das chinesische Finanzsystem ist relativ interessant zu erfahren, dass Soros ein Jude ist, der sehr entschlossen gegen den Kommunismus einsteht. Charlene Chu hatte bereits vor Jahren geäußert, dass schon im Jahr 2009, nachdem die Finanzkrise der westlichen Welt zusammengebrochen war, das chinesische „Schatten-Banksystem“ eine Kreditexpansion förderte. Auch heute gibt es bereits Kritiker, die ein erhöhtes Risiko durch die Erhöhung der chinesischen Fremdwährungsanleihe, besonders in Dollar, befürchten. Charlene Chu erwähnte dazu konkrete Zahlen: „Die chinesische Fremdwährungsanleihe, zuzüglich der grenzübergreifenden Anleihen der chinesischen Unternehmen, erreichte im März 2013 einen Wert von 880 Milliarden US-Dollar“, erklärte sie. Sie fügte noch hinzu, dass es sehr wahrscheinlich ist, dass die Zahl über eine Billion erreichen könne. Im Jahr 2009 waren es aber lediglich 270 Milliarden US-Dollar. Das Ende vom Lied war, dass das chinesische Finanzsystem wegen der Aufwertung des US Dollar schwach geworden war.

Doch wie sieht es heute aus? Alle wissen, dass der US-Dollar momentan an Wert gewonnen hat. Die Finanzpolitik in den USA ändert sich ebenfalls umfangreich. Weil die amerikanische Wirtschaft besser geworden ist und die ganze wirtschaftliche Situation eine gute Tendenz hat und relativ stabil geworden ist, haben die USA entschieden, kein Kapital mehr im Ausland anzulegen. Zudem entschieden sie sich, keine neuen Banknoten mehr in den Umlauf zu bringen. Daraufhin ergab sich ein gesundes Gleichgewicht zwischen Angebot und Nachfragte, was die Währung gestärkt hat. Diese Zusammenhänge haben zur Folge, dass der US-Dollar im internationalen Markt zu einer knappen Währung geworden ist. Zur Veranschaulichung kann man sagen, dass die vorherige Höhe des Anlegewertes bei 100% lag, während sie jetzt bei 93% liegt. Das sind 7% weniger Anlagewert als zuvor. Dadurch passiert eine Wertsteigerung des US-Dollars. Kommen wir zurück auf das chinesische Finanzsystem. Wenn der US-Dollar aufgewertet ist, bekommt der Markt des chinesischen Renminbi Yuan (RMB) ein Problem. Diese Erklärung ist relativ einfach formuliert. Während der US-Dollar gegenüber dem chinesischen RMB relativ stabil ist, wird der RMB automatisch weiterhin mit aufgewertet. Aber im chinesischen Finanzsystem hat der RMB an Wert verloren. Dies hatte eine beispielslose Inflation zu Folge. Auch hier benutzen wir ein vereinfachtes Beispiel: Die Situation des chinesischen Renminbi Yuan (RMB) ist zu vergleichen mit dem waschen der Wäsche in früheren Zeiten, als man noch keine Waschmaschine hatte. Um die Wäsche zu trocknen, hatte man sie ausgewrungen. Dazu drehte man beide Enden des Wäschestückes in die jeweils entgegengesetzte Richtung. Die Situation des RMB ist vergleichbar. Er verdreht sich immer weiter in zwei entgegengesetzte Richtungen, bis er letztendlich nichts anderes mehr machen kann, als zusammenzubrechen. Was tatsächlich geschehen wird, wird uns die Zukunft zeigen.

Kommen wir also auf die Frage am Anfang zurück. Was ist die Basis allen Lebens? Die Basis allen Lebens ist der Mensch selbst. Was glauben sie, kann eine Gesellschaft nicht zusammenbrechen, wenn die zwischenmenschlichen Beziehungen nicht stabil sind? Die wirtschaftliche Ebene ist lediglich eine von außen sichtbare Verkörperung der zwischenmenschlichen Probleme eines Landes. Sobald das Vertrauen unter den Menschen verloren gegangen ist, droht alles zusammen zu brechen.

Link zur kurzen Vorstellung der Kommentare von Shi Tao

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